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Umstrittener Ferrari-Trick: Wunder-Auspuff bläst Sebastian Vettel an die Spitze

Hamburger Morgenpost-Logo Hamburger Morgenpost 19.02.2019 Oliver Reuter
Sebastian Vettel freut sich.  © imago/Motorsport Images Sebastian Vettel freut sich. 

Sebastian Vettel (31) kam nach dem ersten Ausritt in seiner neuen Ferrari-Göttin SF90 aus dem Grinsen nicht mehr heraus.

Nach seiner „brutal schnellen“ (Nico Hülkenberg) Tagesbestzeit  (1:18,161 Min.) konnte der WM-Favorit gemütlich seinem neuen Teamkollegen Charles Leclerc (21) bei der Arbeit zusehen.

„Das war der beste Auftakt, den ich je in der Formel 1 hatte“, jubelte Vettel, der mit 169 Runden auch die mit Abstand meisten Runden drehte. „Es war unglaublich, wie gut das Auto funktioniert hat. Ich kann das Auto hinschmeißen, wo ich will.“

Extra-Lob an die Ferrari-Ingenieure

Dafür gab’s ein Extra-Lob an die Ingenieure um den zum Teamchef beförderten Mattia Binotto (49): „Die Bestzeit ist vor allem ein Kompliment ans ganze Team. Was hier auf die Räder gestellt worden ist, das kommt der Perfektion schon ziemlich nahe.“

Die perfekte Umsetzung der neuen Aerodynamik-Regeln (breiterer Front- und Heckflügel mit weniger komplizierten Leitblechen) ist das eine. Vettel: „Der Frontflügel ist ziemlich hässlich. Er ist für mich zu breit. Zum Fahren ist er besser als optisch.“

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Mehr Anpressdruck durch Dreifach-Rohr

Doch Ferrari hat bei der Auslotung der Regel-Untiefen wieder einige Tricks auf Lager. Am sichtbarsten: der Doppel-Zusatzauspuff über dem normalen Endrohr, der den Heckflügel anbläst und so mehr Anpressdruck generiert.

Bei den Tests hatte er die Nase vorn. © AP Bei den Tests hatte er die Nase vorn.

Das Ablasen sollte durch die Regeländerungen eigentlich eingedämmt werden. Doch dadurch fährt Vettels Rote Göttin wie auf Schienen. Er frohlockte: „Wir sollten in der Position sein, ein Wörtchen um den Titel mitzureden.“

Mercedes-Teamchef Toto Wolff beeindruckt

Da schaute auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff (47) neidisch auf Zeiten-Monitor und Dreifach-Rohr. Sein Weltmeister Lewis Hamilton (34) war nur Neuntschnellster. Wolff: „Klar habe ich die Zeit von Sebastian Vettel und Ferrari gesehen, und die ist sauschnell. Ferrari ist bärenstark.“

Toto Wolff war beeindruckt. © dpa Toto Wolff war beeindruckt.

Kupfert Mercedes den Ferrari-Auspuff ab?

Gab er seinen Ingenieuren schon den Befehl zum Abkupfern?

Wolff gab zu: „Ich sehe sehr viel Innovation, und klar haben wir das auf dem Radar. Wir können am Ferrari oder Sauber sehen, dass sie ein anderes Frontflügelkonzept verfolgen. Auf der anderen Seite darf man sich nicht ablenken lassen.“

Das dürfte Weltmeister Hamilton anders sehen...

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