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United-Legende gesteht: Nach dem verlorenen CL-Finale litt ich an Depressionen

90min-Logo 90min 10.10.2018 Geiger
Manchester United v Watford - Premier League © Ross Kinnaird/GettyImages Manchester United v Watford - Premier League

​In diesem Sommer hing Michael Carrick seine Fußballschuhe an den Nagel. Der 37-Jährige verbrachte den Großteil seiner beeindruckenden Karriere bei ​Manchester United. Mit den 'Red Devils' gewann der Mittelfeldspieler zahlreiche Titel. In einem Interview enthüllte der Engländer nun, dass er nach dem verlorenen Champions-League-Endspiel im Jahr 2009 rund zwei Jahre lang an Depressionen litt. 

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Im Sommer 2006 ließ sich Manchester United die Verpflichtung von Carrick rund 27 Millionen Euro kosten. Knapp drei Jahre später stand der 34-fache Nationalspieler mit den 'Red Devils' im Finale der Champions League, in dem sich der englische Rekordmeister dem ​FC Barcelona mit 0:2 geschlagen geben musste. Beim ersten Gegentreffer durch Samuel Eto'o kam Carrick den berühmten Schritt zu spät. 

"Ich habe mich wegen dieses Treffers fertiggemacht. Ich habe mich immer wieder gefragt: Warum habe ich das gemacht", erklärte der 37-Jährige in einem Interview mit der Times. "Und dann hat sich die Depression von dort aus ausgebreitet. Es war ein hartes Jahr danach." Der Champions-League-Triumph im Jahr 2008 gegen den ​FC Chelsea sei für den Mittelfeldspieler "irrelevant" gewesen. 

Auch über die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Südafrika, wo Carrick ohne Einsatz blieb, konnte sich der Engländer nicht wirklich freuen."Es war mein Traum, bei der WM zu sein, aber in Wahrheit wollte ich dort nicht sein. Ich wollte zuhause sein", betonte der ehemalige United-Kapitän, der auch in seiner Autobiographie "Between the Lines" über das "größte Tief" seiner Karriere schreibt.

"Es fühlte sich an, als wäre ich depressiv. Ich war wirklichniedergeschlagen. Ich stelle mir vor, dass so eine Depression aussieht", führte der 34-fache Nationalspieler aus. "Ich fühlte mich schlecht oder schrecklich nach einigen Spielen. In dennächsten Tagen kommt man darüber hinweg, aber ich konnte das nichteinfach abschütteln." Es sei ein komisches Gefühl gewesen. Carrick behielt seine Probleme meistens für sich. "Sogar meine Familie wusste nichts von dem ganzen Ausmaß", so der 37-Jährige. 

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