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Was macht eigentlich...Stefan Effenberg?

90min-Logo 90min 09.08.2018 Florian Bajus
a man wearing a hat: Telekom Cup 2017 © TF-Images/GettyImages Telekom Cup 2017

Wenn es im heutigen Fußball um die Frage nach 'echten Typen' geht, fällt oft der Name Stefan Effenberg. Der heute 50-Jährige, der im Jahr 1994 den Spitznamen 'Tiger' erhielt, war auf dem Platz der Anführer der Mannschaft, der sich nur schwer unterkriegen ließ und bis zum Schluss kämpfte. Während seiner aktiven Zeit als Spieler brachte ihm diese Eigenschaft viele Titel, doch auf den großen Wurf als Trainer muss er derzeit noch warten.

Seine ersten Schritte im Profibereich machte Stefan Effenberg bei Borussia Mönchengladbach. Im Sommer 1986 wagte er den Sprung in die zweite Mannschaft der 'Fohlen', erhielt ein Jahr später einen Profivertrag und spielte sich durch gute Leistungen in den Fokus anderer Vereine. Im Jahr 1990 nahm der FC Bayern München den damals 21 Jahre jungen zentralen Mittelfeldspieler erstmals unter Vertrag, ehe es nur zwei Jahre später zum AC Florenz ging.

Fussball: 1. Bundesliga 97/98 © Martin Rose/GettyImages Fussball: 1. Bundesliga 97/98

  Bei Borussia Mönchengladbach entwickelte sich Stefan Effenberg zum Bundesligaspieler...

Doch der Kreis sollte sich wenig später schließen: Mit der 'Fiorentina' stieg Effenberg in seinem ersten Jahr aus der Serie A ab, nach dem Wiederaufstieg in der Saison 1993/94 folgte die Rückkehr zu Borussia Mönchengladbach. Nach einem einjährigen Leihgeschäft, das mit dem Triumph im DFB-Pokal über den VfL Wolfsburg (3:0) mündete, folgte im Sommer 1995 erneut die feste Verpflichtung. 

Doch nach drei Jahren ging es erneut zum FC Bayern München. Das zweite Engagement sollte dabei deutlich erfolgreicher ausfallen: In den Jahren 1999 und 2001 feierten die Bayern den Gewinn der deutschen Meisterschaft, im Jahr 2000 erlang man das Double. Nach der historischen Niederlage im Champions-League-Finale von 1999 erfolgte zwei Jahre später der Triumph in Mailand über den FC Valencia, bei dem Effenberg per Elfmeter den Ausgleich im zweiten Durchgang erzielte. Im selben Jahr wurde er zum UEFA Fußballer des Jahres gekürt. Nach einer weiteren Saison in München ließ er seine Karriere beim VfL Wolfsburg und dem Al-Arabi Sports Club in Katar ausklingen.

a man holding a baseball glove: FUSSBALL: 1. BL 01/02, FC BAYERN MUENCHEN - BORUSSIA MOENCHENGLADBACH 0:0 © Alexander Hassenstein/GettyImages FUSSBALL: 1. BL 01/02, FC BAYERN MUENCHEN - BORUSSIA MOENCHENGLADBACH 0:0

 ...doch seine größten Erfolge feierte er beim FC Bayern München

Für Gladbach und Bayern absolvierte der 'Tiger' insgesamt 450 Pflichtspiele, in denen er 90 Tore erzielte und 84 Vorlagen beisteuerte. Die Zeit in der Nationalmannschaft verlief jedoch unrühmlich, bereits nach 35 Länderspielen war Schluss. Grund hierfür war, dass er bei der Weltmeisterschaft 1994 unzufriedenen Anhängern im dritten Gruppenspiel gegen Südkorea (3:2) bei seiner Auswechslung den Mittelfinger entgegenstreckte und diese Geste vor Kameras wiederholte. Infolge dessen wurde Effenberg von Bundestrainer Berti Vogts nach Hause geschickt, wobei es im Jahr 1998 zu einem kurzen Comeback gegen Malta und Rumänien kam.

Die 'Initiative Borussia' scheiterte schnell

Aufgrund seiner Eigenschaften und Führungsqualitäten auf dem Platz entschieden die Fans in unserem Voting, dass er derzeit die größte Verstärkung für die 'Fohlen', die die vergangene Saison auf dem neunten Tabellenplatz abschlossen, wäre.

Gar nicht so uninteressant dabei ist, dass Effenberg selbst vor einigen Jahren eine Reform in Mönchengladbach vorantreiben wollte. Mit der 'Initiative Borussia' sah er vor, die Satzung zu ändern, sich zum Sportdirektor zu ernennen und Horst Köppel als Klubchef zu installieren. Bei der Mitgliederversammlung erhielt dieses Projekt jedoch nur 335 von 4769 Stimmen, wodurch diese Idee schnell wieder im Keim erstickte. "Ich habe ja mitbekommen, wie die Stimmung ist und dass die Mitglieder keine Veränderung wollen. Das akzeptiere ich natürlich", so sein nüchternes Fazit laut Welt.

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Kurzes Engagement in Paderborn 

Nach einigen kleineren Eskapaden in der Öffentlichkeit versuchte sich Effenberg im Oktober 2015 überraschend als Trainer des SC Paderborn, wurde jedoch nach nur 15 Spielen (zwei Siege, sechs Unentschieden, sieben Niederlagen) wieder entlassen. Seit dem vergangenen Jahr ist er als Partner der Beratungsagentur Acorado Sports tätig, wobei das Hauptaugenmerk nicht auf Fußballern liegt.

"Der Mix aus professioneller Beratung und Vermarktung über gleich mehrere Sportarten hat mein Interesse geweckt. Ich sehe ein hohes Marktpotential bei der individuellen Vermarktung von Einzelsportlern. Ebenfalls interessiere ich mich sehr für den Bereich der sportlichen Beratung, weil der, meiner Meinung nach, in vielen Agenturen ausbaufähig ist", wurde Effenberg nach der Verkündung von Sport1 zitiert. Auch heute noch ist er gemeinsam mit seinem Sohn Etienne dort tätig, weshalb es nicht danach aussieht, als würde er noch einmal auf die Trainerbank zurückkehren.

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