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Wieder in Topform! Müller ist Bayerns neuer Fitness-Guru

sport1.de-Logo sport1.de 10.08.2018
Von WM-Frust ist bei Thomas Müller nichts mehr zu spüren. Für die Topform schiebt er sogar Zusatzschichten im Fitnesszelt. Die Konkurrenz ist dennoch riesig © Getty Images Von WM-Frust ist bei Thomas Müller nichts mehr zu spüren. Für die Topform schiebt er sogar Zusatzschichten im Fitnesszelt. Die Konkurrenz ist dennoch riesig

Am 27. Juni schlich Thomas Müller mit Tränen in den Augen durch die Arena von Kazan. Sein Blick gesenkt, sein Gang langsam, sein Lachen verflogen.

Deutschland hatte an jenem Tag bei der WM 0:2 gegen Südkorea verloren. Das blamable Vorrunden-Aus war besiegelt.

45 Tage sind seitdem vergangenen - und Müller ist wieder ganz der Alte! Der "Parade-Bayer", wie ihn Klubboss Karl-Heinz Rummenigge nennt. 

Im Trainingslager am Tegernsee hat Müller nicht nur sein Lachen wiedergefunden. Er trifft auch wieder so, wie man es von ihm kennt - mal elegant, mal unorthodox.

"Wenn man in eine neue Saison geht, dann schaue ich nicht zurück. Wir leben ja nach vorne" sagte Müller dieser Tage über seinen Gemütszustand. "Das beste Beispiel ist ein Trauerfall. Natürlich trauert man, aber man lebt ja weiter - und man hat den innerlichen Drang, die Zukunft zu gestalten, obwohl man immer wieder zurückdenkt."

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Müller wollte Abstand vom "Zirkus"

Das WM-Debakel ist also abgehakt. Seinen Urlaub hat Müller dazu genutzt, "mal Abstand von dem ganzen Zirkus zu bekommen". Ab jetzt zählt für ihn wieder nur der FC Bayern. Der Klub, für den er noch mindestens bis 2021 spielen will.

In all seinen Profi-Jahren ist sich Müller in seiner einzigartigen Spielweise treu geblieben - außerhalb des Platzes aber hat sich der 28-Jährige neu erfunden.

Auch ein Grund dafür: der Muskelfaserriss im hinteren, rechten Oberschenkel, den er sich Ende Oktober des Vorjahres bei einem Hackentrick zuzog - und durch den er anschließend mehr als einen Monat ausfiel.

"Vor allem nach der Verletzung habe ich viel mehr Wert auf das Stretching gelegt", sagt Müller. "Wenn man früher Probleme hatte, hat man halt den Physio besucht. Jetzt macht man vorher und nachher Kontrollen und ein paar Übungen. Man trainiert jetzt auch Muskeln, bei denen man nicht direkt darauf schließt, dass man die für den Fußball braucht."

Müller wird zum Fitness-Guru

Auch deshalb war der Offensiv-Mann dieser Tage im Trainingslager in Rottach-Egern regelmäßig im Fitnesszelt anzutreffen.

Müller absolvierte Kräftigungs- und Stabilisationsübungen für Rumpf, Rücken und die Tiefenmuskulatur. Müller macht auch Übungen, um "Geschwindigkeitsreize" zu setzen - selbst nach zweistündigen Trainingseinheiten.

Keine Übungen, deren Ergebnisse auf den ersten Blick sichtbar sind. Sie sind jedoch wichtig, um Verletzungen vorzubeugen - und sich für das immer schnellere Spiel zu wappnen.

Der Lohn: Müller ist wieder fit - und er trifft. Zugute kommt ihm auch, dass Trainer Niko Kovac neben harter Konditionsarbeit viele Übungen zum Tor trainieren lässt. Enger Raum, viele Torabschlüsse, mal aus kurzer Distanz, mal aus der Ferne. Im Testspiel gegen Rottach-Egern traf Müller bei seinem 45-minütigen Einsatz beim 20:2 zwei Mal.

Was plant Kovac mit Müller?

Nicht ganz klar ist hingegen, auf welcher Position Kovac Müller aufbieten wird. Mehr als jemals zuvor ist Müller hartem Konkurrenzkampf ausgesetzt.

Die rechte Außenbahn, auf der er bei der WM enttäuschte, ist mit Arjen Robben und Serge Gnabry belegt. Franck Ribery und Kingsley Coman duellieren sich auf links. Im Sturm ist Sandro Wagner der Backup von Robert Lewandowski.

Blieben die Halbpositionen im Mittelfeld, auf denen ihn Kovac gegen Manchester United und gegen Rottach-Egern brachte. Seine Konkurrenz dort: James, Thiago, Leon Goretzka und Renato Sanches.

Hier will Müller spielen

"Ich sehe mich in einer offensiven Mittelfeldposition. Ich bin jemand, der gerne zurückarbeitet, auch in der Mitte", sagt Müller zu SPORT1. "Meine Zahlen und mein Input für die Mannschaft sind besser, wenn ich auf den Halbpositionen im Mittelfeld oder hinter den Spitzen gespielt habe."

Müller könnte zugutekommen, dass Kovac nicht dauerhaft auf technisch versierten Ballbesitz aus ist. Das Bayern-Spiel soll unberechenbarer werden, auch der präzise lange Ball hinter die Verteidiger ist eine Option.

In eben jene Räume, in die Müller so gerne hineinstößt. "Ein langer Ball zur richtigen Zeit hat schon sein Gutes", sagt der Torjäger.

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Gut für Bayern, dass Müller rechtzeitig zur neuen Saison wieder der Alte wird.

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