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Solskjaers gruselige Statistik - und warum Sancho gleich wieder raus musste

kicker-Logo kicker vor 3 Tagen

Nach dem 1:2 in Bern steht Manchester United in zwei Wochen schon unter Druck. Die Zahlen sprechen nicht gerade für Ole Gunnar Solskjaer.

Musste in Bern die nächste CL-Pleite hinnehmen: Ole Gunnar Solskjaer. © imago images/Pro Sports Images Musste in Bern die nächste CL-Pleite hinnehmen: Ole Gunnar Solskjaer.

ManUnited patzt zum CL-Auftakt in Bern

Eine Sache hatte sich auch Ole Gunnar Solskjaer sehr gut gemerkt. Oder vielleicht sogar für den Fall der Fälle vorbereitet? Als am Dienstagabend alle Fragen zur (alles andere als unverdienten) Last-Minute-Niederlage in Bern beantwortet waren, kramte ManUniteds Trainer noch einen kleinen Mutmacher für seine Mannschaft hervor.

Da war nämlich was letztes Jahr, "als jeder dachte, dass wir nach zwei Spielen durch waren". In Paris (2:1) und gegen Leipzig (5:0) hatte der englische Vizemeister zum Auftakt gewonnen und am Ende doch noch das Achtelfinale verpasst.

Läuft dieses Mal also einfach alles andersrum? "Wir wissen, dass wir uns eine schwierigere Aufgabe gestellt haben", sagt Solskjaer zwar, rechnet aber auch einfach schon mal laut: "Man braucht zehn, vielleicht zwölf Punkte, man muss seine Heimspiele gewinnen und eines auswärts". Also einfach in 14 Tagen gegen Villarreal gewinnen, dann gegen Atalanta und so weiter.

Wenn Fußball einfach wäre: "Normalerweise ist Aaron ein sehr kluger Zweikämpfer"

Nur ist Fußball ja leider nicht immer so einfach, der Abend in Bern als bester Beweis. Da war United dank des nächsten Treffers von Rückkehrer Cristiano Ronaldo perfekt gestartet, hatte sich dann aber selbst in die Bredouille gebracht. "Normalerweise", meinte Solskjaer, "ist Aaron ein sehr, sehr kluger Zweikämpfer - einer der besten der Welt." Nur in der 35. Minute war Rechtsverteidiger Wan-Bissaka etwas zu motiviert und sah aufgrund eines groben Foulspiels die Rote Karte.

Und United konzentrierte sich fortan aufs Verteidigen. Solskjaer brachte umgehend Außenverteidiger Diogo Dalot für Außenstürmer Jadon Sancho, zu Beginn des zweiten Durchgangs Innenverteidiger Raphael Varane für Mittelfeldspieler Donny van de Beek und anschließend noch Abräumer Nemanja Matic für Spielmacher Bruno Fernandes. "Wir haben gegen Ende der ersten Hälfte gemerkt, dass sie umschalten und Flanken schlagen wollten, deshalb wollten wir die Außenverteidiger einsetzen, und ich denke, wir haben das gut gemeistert."

Von elf CL-Spielen als Trainer hat Solskjaer sieben verloren

Bern brachte insgesamt 19 Abschlüsse zustande, United neben dem frühen 1:0 noch einen einzigen. Nach dem 1:1 in der 66. Minute sah es für Solskjaer nach einem "wohlverdienten und guten Punkt in einem schwierigen Spiel" aus. Bis Jesse Lingard, für Ronaldo eingewechselt, sich in der fünften Minute der Nachspielzeit zu einem verheerenden Rückpass hinreißen ließ, den Jordan Siebatcheu zum Siegtreffer für Young Boys nutzte.

"Wir sind Menschen", nahm Solskjaer Lingard in Schutz, "kein Fußballer macht gerne Fehler, aber das gehört offensichtlich zum Spiel dazu. Wir werden daraus lernen, er wird daraus lernen. Er wird sich wieder aufraffen und am Sonntag gegen West Ham wieder einsatzbereit sein."

Was bleibt, ist der erste Kratzer nach der Ronaldo-Mania der letzten Tage. Und eine gruselige Statistik für Solskjaer: Der Norweger verlor am Dienstag sein siebtes von elf Champions-League-Spielen als ManUnited-Trainer. Aber wenigstens, so seine Rechnung, kommt gegen Villarreal erstmal keine weitere Niederlage hinzu.

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