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Rund um Köln: Radsport-Hammer! Ullrich will doch kein Sportdirektor sein

EXPRESS-Logo EXPRESS 19.05.2017 Uwe Bödeker
Jan Ullrich © dpa Jan Ullrich

Vor wenigen Tagen hat Rund um Köln-Organisator Artur Tabat einen Coup verkündet. Jan Ullrich sollte bei Rund um Köln sein neuer Sportdirektor werden.

Doch diese Personalie schlug auch wegen der Doping-Vergangenheit von Ullrich große Wellen. Jetzt zieht Ulle die Reißleine.

Auf seiner Facebook-Seite schreibt er:

Tabat reagiert fassungslos, weil er diese heftigen Reaktionen aus Teilen der Medien nicht erwartet hatte: „Es ist ein Trauerspiel. Ich wollte Jan Ullrich eine Chance geben, denn jeder hat eine zweite Chance im Leben verdient. Das Dopingvergehen ist elf Jahre her. Das mir nun auch vorgeworfen würde, ich würde die Dopingproblematik kleinreden, ist das Allerletzte. Ich habe immer gegen Doping gekämpft.“

Arthur Tabat und Jan Ullrich hatten sich auf „Rund um Köln“ gefreut. © Herbert Bucco Arthur Tabat und Jan Ullrich hatten sich auf „Rund um Köln“ gefreut.

Tabat sagt unserer Redaktion weiter: „Ich weiß, was Jan Ullrich für ein feiner Mensch ist. Natürlich hat er viele Fehler gemacht, aber es ist auch an der Zeit, dass er wieder an die Sonne kommt. Im Fußball ist Uli Hoeneß zwei Jahre im Gefängnis gewesen wegen Steuerhinterziehung, er kommt zurück und wird wieder Bayern-Präsident. Da sagt keiner etwas. Aber beim Radsport wird mit mit zweierlei Maß gemessen. Das gibt es nur in Deutschland. Ich weiß, dass wir trotzdem ein tolles Rennen in Köln haben werden. Auch wenn mir das ganze Theater um Jan Ullrich sehr leid tut.“

Nach Ullrichs Präsentation als Sportdirektor hatte der WDR Konsequenzen angekündigt. Sportchef Steffen Simon kündigte eine veränderte inhaltliche Ausrichtung der Übertragung des Rennens am 11. Juni an.

„Wir halten an unserer geplanten Zusammenfassung fest, es wird aber kein reiner Rennbericht mehr werden. Wir werden uns auch mit den Aussagen von Herrn Tabat beschäftigen“, sagte Simon.

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