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Coutinho bestaunt Drei-Tore-Show von Lewandowski

WELT-Logo WELT 24.08.2019 Oliver Müller
Robert Lewandowski jubelt – und mit ihm freuen sich die Zugänge Philipp Coutino (l.) und Ivan Perisic Quelle: AFP/UWE KRAFT © AFP/UWE KRAFT Robert Lewandowski jubelt – und mit ihm freuen sich die Zugänge Philipp Coutino (l.) und Ivan Perisic Quelle: AFP/UWE KRAFT

Was sie da ausgelöst hatten mit diesem für die Liga so ungewöhnlichen Transfer, bekamen die Bayern vor dem Wochenende auch in den sozialen Kanälen zu spüren. Über 100 Millionen Fans erreichte der Rekordmeister allein am Montag mit den rund 300 veröffentlichten Inhalten auf Facebook, Instagram, Twitter und Co. über den 27 Jahre alten Superstar aus Brasilien: Philippe Coutinho. Eine solche Aufmerksamkeit habe es nie zuvor gegeben, teilte der Klub stolz mit. Auch in den Fanshops gebe es einen „großen Run auf das Trikot mit der Nummer 10“.

Allein: Als der erste große Auftritt auf der Bühne anstand, schaute der Offensivkünstler erst einmal zu. Beim 3:0 (1:0) der Bayern beim FC Schalke 04 kam Coutinho erst in der 57. Minute ins Spiel – und durfte hinterher mit den neuen Kollegen jubeln.

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Noch ist der vom FC Barcelona für 8,5 Millionen Euro ausgeliehene Profi vom Fitnessstand her nicht für 90 Minuten auf Spitzenniveau bereit, er soll in den kommenden Wochen erst langsam an das höchste Level herangeführt werden. Das hat ein anderer Sommerzugang der Münchener inzwischen erreicht: Lucas Hernandez, für 80 Millionen Euro von Atlético Madrid zu den Bayern gewechselter Innenverteidiger, durfte am Samstagabend in Gelsenkirchen sein Bundesliga-Debüt für den Titelverteidiger feiern. Um ihn herum gab es eine leichte Rotation. Benjamin Pavard, gleichsam neu in München, rückte auf die rechte Abwehrseite, der für gewöhnlich dort sonst beheimatete Joshua Kimmich übernahm das Kommando im defensiven Mittelfeld.

Robert Lewandowski jubelt – und mit ihm freuen sich die Zugänge Philipp Coutino (l.) und Ivan Perisic © AFP/UWE KRAFT Robert Lewandowski jubelt – und mit ihm freuen sich die Zugänge Philipp Coutino (l.) und Ivan Perisic

Lewandowski vor Vertragsverlängerung

Geprägt wurde die Partie aber von einem alten Platzhirsch, der schon in der jungen Saison zeigt, wie wichtig er für seinen Arbeitgeber ist. Schon beim 2:2 zum Auftakt gegen Hertha BSC hatte Robert Lewandowski zweimal getroffen. Auf Schalke ließ er gar einen Dreierpack folgen. Der Pole traf in der 20. Spielminute per Elfmeter, nach dem Wechsel ließ er mit einem zauberhaften Freistoß das 2:0 folgen (50.), und auch für den Endstand zeichnete er verantwortlich, als er per Flachschuss das 3:0 erzielte (76.).

Kein Wunder also, dass sich die Bayern seit Wochen bemühen, den 2021 auslaufenden Vertrag mit dem Weltklasse-Mittelstürmer vorzeitig zu verlängern. Die Argumente dafür haben sie zuletzt selbst gesammelt. Lewandowski hatte während der Sommerpause namhafte Verstärkungen für seine Mannschaft gefordert. In einer Woche verpflichteten die Münchener Ivan Perisic von Inter Mailand, das in Gladbach unzufriedene Talent Michael Cuisance und eben Superstar Coutinho.

In der 57. Minute war es soweit: Da kam Philippe Coutino (M.) für Thomas Müller (r.) in die Partie Quelle: Bongarts/Getty Images/Martin Rose © Bongarts/Getty Images/Martin Rose In der 57. Minute war es soweit: Da kam Philippe Coutino (M.) für Thomas Müller (r.) in die Partie Quelle: Bongarts/Getty Images/Martin Rose

Sie sollen mithelfen, den achten Meistertitel in Folge zu sichern. Vor allem aber sollen sie auch den Angriff der Bayern auf Europas Thron untermauern. Ein besseres Abschneiden als zuletzt in der Champions League ist das große Ziel des deutschen Branchenprimus. Das Spiel in der Gelsenkirchener Arena befeuerte zumindest die Fantasie im Fanlager. Anders als beim Remis daheim gegen Hertha hatten die Münchener die Partie über 90 Minuten komplett im Griff – und gingen in Führung, ohne vorher eine richtige Torchance herausgespielt zu haben.

Linksaußen Kingsley Coman zog an Schalkes neuem Rechtsverteidiger Jon Joe Kenny vorbei und wurde dann vom Engländer fährlässig gefällt. Dumm, dass die Aktion im Strafraum stattfand und Schiedsrichter Marco Fritz auch ohne Hilfe aus dem Video-Keller in Köln sofort und richtigerweise auf Elfmeter entschied. Lewandowski trat an, ließ mit einem verzögerten Schuss Schalkes Keeper Alexander Nübel keine Chance und ahnte vielleicht, dass dies nicht sein letztes persönliches Erfolgserlebnis an diesem Abend gewesen sein könnte.

Zwar hatten die Schalker Abwehrspieler den Stürmer danach besser im Griff, aber als ein weiterer Standard folgte, waren sie ebenso wie Nübel chancenlos. Einen Freistoß aus 23 Metern setzte Lewandowski in die linke Ecke. Als dann Coutinho ins Spiel kam, war er dem Polen vorbehalten, auch das dritte Tor seines Teams zu erzielen. Comans Vorlage veredelte er mit einer feinen Drehung und sattem Abschluss – 3:0.

Da blieb es.

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