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In der Pause entmachtet die Mannschaft Trainer Dutt

WELT-Logo WELT 25.08.2019
Robin Dutt ist seit Februar 2018 Trainer des VfL Bochum: Seine Bilanz in 52 Pflichtspielen: 18 Siege, 17 Remis, 17 Niederlagen (76:76 Tore/1,37 Punkte pro Spiel) Quelle: dpa/Marius Becker © dpa/Marius Becker Robin Dutt ist seit Februar 2018 Trainer des VfL Bochum: Seine Bilanz in 52 Pflichtspielen: 18 Siege, 17 Remis, 17 Niederlagen (76:76 Tore/1,37 Punkte pro Spiel) Quelle: dpa/Marius Becker

Robin Dutt hat seinen Rücktritt als Trainer beim VfL Bochum angekündigt. Es ist damit zu rechnen, dass er den an diesem Sonntag vollzieht.

Beim Blick auf die Tabelle kann man durchaus zu dem Schluss kommen, dass irgendetwas im Argen liegt. Bochum hatte nach einer blamablen ersten Halbzeit gegen Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden und einem 0:3-Rückstand in letzter Minute zwar doch noch den Ausgleich geschafft. Allerdings ist der VfL sieglos und hat nach vier Spieltagen nur zwei Punkte auf dem Konto. Nach der ersten Halbzeit hatte es heftige Fan-Proteste gegen die VfL-Profis gegeben.

„Wir sollten uns grundlegend austauschen, vor allem über meine Position“, sagte Dutt laut „Reviersport“ während der Pressekonferenz. „Wenn meine Mannschaft so auftritt wie in der ersten Halbzeit, zum Teil wirklich schlecht spielt, dann haben wir Fehleinschätzungen gemacht. Es hilft nichts, mit einem angezählten Trainer weiterzumachen.“

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Torwart Riemanns Interview untergräbt Dutts Autorität

Das dürfte er tatsächlich sein. Denn nach Darstellung seines Torwarts hat er offenbar den Rückhalt verloren. Es soll in der Halbzeitpause im Geheimen zu einer Revolte gegen die Taktik des Trainers gekommen sein.

Bochums Schlussmann Manuel Riemann machte jedenfalls im Gespräch mit dem Sender Sky seinem Ärger Luft. An diesem Sonntag solle alles auf den Tisch kommen. Riemann zufolge hätten er und VfL-Kapitän Anthony Losilla die Marschroute für die zweite Halbzeit vorgegeben. „Wir haben uns nach der Pause auf dem Platz noch mal zusammengesetzt. Ich habe mit Toto zusammen gesagt, dass wir umstellen, lange Bälle spielen und auf den zweiten Ball gehen“, sagte Riemann. Das hatte zwar Erfolg, untergrub aber eben auch die Autorität des Trainers komplett.

Bochums Torhüter Manuel Riemann kassierte in der ersten Halbzeit gegen Wehen drei Gegentore Quelle: dpa/Marius Becker © dpa/Marius Becker Bochums Torhüter Manuel Riemann kassierte in der ersten Halbzeit gegen Wehen drei Gegentore Quelle: dpa/Marius Becker

Dutt sagte wohl auch deswegen, er denke an Rücktritt und werde am Sonntag mit Sportdirektor Sebastian Schindzielorz über seine Zukunft sprechen. Er wolle, sagte der 54-Jährige, seinen eigenen Weg gehen. „Ich muss nicht warten, bis alle auf die Barrikaden gehen. Wenn wir uns unterhalten und sagen, wir haben einen gemeinsamen Weg, dann haben wir ihn. Aber ich will nicht rumeiern, bis das übliche Szenario losgeht.“ Das Jahr 2019, räumte er ein, „verläuft unrund“.

Robin Dutt ist seit Februar 2018 Trainer des VfL Bochum: Seine Bilanz in 52 Pflichtspielen: 18 Siege, 17 Remis, 17 Niederlagen (76:76 Tore/1,37 Punkte pro Spiel) © dpa/Marius Becker Robin Dutt ist seit Februar 2018 Trainer des VfL Bochum: Seine Bilanz in 52 Pflichtspielen: 18 Siege, 17 Remis, 17 Niederlagen (76:76 Tore/1,37 Punkte pro Spiel)

Schindzielorz sagte dem „Reviersport“: „Wir werden uns Sonntag ergebnisoffen zusammensetzen und danach weitersehen. Robin und ich haben seit 18 Monaten ein sehr gutes Verhältnis.“

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