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Juventus muss Cristiano Ronaldos Nimbus des Unantastbaren überdenken

90min-Logo 90min 03.12.2019 Jan Kupitz
Juventus v Atletico Madrid: Group D - UEFA Champions League © TF-Images/GettyImages Juventus v Atletico Madrid: Group D - UEFA Champions League

​Cristiano Ronaldo erlebt bei Juventus Turin derzeit seine persönlich schwächste Saison seit vielen, vielen Jahren. Zudem werden dem portugiesischen Superstar Differenzen zu Juve-Coach Maurizio Sarri nachgesagt. Man sollte Ronaldos Nimbus des Unantastbaren überdenken.

​Cristiano Ronaldo ist ein Ausnahmefußballer, einer der besten Kicker der Geschichte. Daran gibt es keine Zweifel - auch die größten CR7-Hater (und davon gibt es einige) müssen und werden das neidlos anerkennen. Doch auch der Portugiese wird nicht jünger und muss dem fortschreitenden Alter irgendwann Tribut zollen. Allem Anschein nach wird dieser Prozess gerade eingeleitet. Und Juventus sollte darauf reagieren.

Ronaldo schon elf Tore zurück!

In der laufenden ​Serie-A-Saison hat Ronaldo gerade einmal sechs Treffer erzielen können (drei davon auch noch per Elfmeter). Damit ist er zwar immer noch Toptorschütze der Turiner, aber zum Vergleich: Der Führende der Torjägerliste, Ciro Immobile, liegt bereits bei 17 Treffern! Fair to say, dass CR7 seine Ausnahmestellung, die er über viele Jahre zurecht eingenommen hat, verloren hat. Nur er selbst will es offenbar noch nicht einsehen.

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Als er von Sarri zuletzt in zwei Spielen hintereinander ausgewechselt wurde, war Ronaldo beleidigt und wenig einsichtig. Von Majestätsbeleidigung war die Rede, der Juve-Coach wurde von zahlreichen Fans kritisiert. Wie kann er nur?! Dass Sarris Entscheidung, seinen Star vom Feld zu nehmen, absolut begründet war, interessierte offenbar nur am Rande. 

FBL-ITA-SERIEA-JUVENTUS-UDINESE © MIGUEL MEDINA/GettyImages FBL-ITA-SERIEA-JUVENTUS-UDINESE

Und hier liegt die Krux des Ganzen: Ronaldo erwartet weiterhin den Nimbus des Unantastbaren, obwohl seine Leistungen diesen einfach nicht mehr rechtfertigen. Der 34-Jährige kann seine Gegenspieler im Dribbling nicht mehr stehen lassen und macht in Topspielen nicht mehr den Unterschied über Sieg oder Niederlage aus. Dennoch will er immer spielen.

Dybala und Bernadeschi müssen sich vor Ronaldo nicht mehr verstecken

Doch damit nimmt er aufstrebenden Spielern wie Paulo Dybala und Federico Bernadeschi, die ​Juves Zukunft sind, die Spielzeit weg. Sie müssen sich dem Portugiesen unterordnen, obwohl sie leistungstechnisch mittlerweile auf Augenhöhe angekommen sind und das Gesicht der Alten Dame über die nächsten Jahre prägen sollen.

Das alles wäre kein Problem, wenn Ronaldo einsehen würde, dass auch er hin und wieder mal auf die Bank müsste - Offensivspieler wie die genannten ​Dybala, Bernadeschi und auch Gonzalo Higuain und Aaron Ramsey haben schließlich das gleiche Recht auf Spielzeit. Es erinnert ein wenig an die vergangenen Jahren beim ​FC Bayern, als auch Arjen Robben und Franck Ribery ein Problem damit hatten, der nächsten Generation den Vortritt zu lassen.

Sarri hat mit den beiden Auswechslungen des 34-Jährigen bereits ein erstes, wenn auch kleines Zeichen gesetzt und zumindest mal angedeutet, dass er die Zeichen der Zeit erkannt hat. Bleibt die Frage, ob er daran auch weiter festhält - oder ob CR7 dann wieder die launische Diva gibt.

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