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Marseille wirft Weltmeister Rami raus

SZ.de-Logo SZ.de vor 6 Tagen Meldungen im Überblick
Adil Rami fliegt bei Olympique Marseille raus (Archivfoto). © AFP Adil Rami fliegt bei Olympique Marseille raus (Archivfoto).

Der Spieler hat angeblich für TV-Dreharbeiten das Training geschwänzt. Theo Zwanziger reagiert mit einer Strafanzeige auf seine Anklage in der WM-Affäre.

Fußball, Marseille: Drastische Maßnahme des französischen Fußball-Erstligisten Olympique Marseille: Der Champions-League-Sieger von 1993 hat am Dienstag überraschend Weltmeister Adil Rami (33) rausgeworfen. Als Grund wurde ein "grobes Fehlverhalten" nach einem Disziplinarverfahren angegeben. Näher ins Detail ging "OM" nicht und schrieb in einer Mitteilung nur davon, dass der Vertrag mit dem Routinier aufgelöst worden sei.

Laut L'Equipe habe Rami das Training geschwänzt, um stattdessen an den Dreharbeiten für eine TV-Reality-Show teilzunehmen. Rami war einst Lebenspartner von US-TV-Star Pamela Anderson (Baywatch). Angeblich hatte sich Rami für das Training verletzt abgemeldet, dafür aber an Dreharbeiten teilgenommen und dabei sogar Stunts vollführt. Im Juli hatte Klub-Präsident Jacques-Henri Ryraud dem Profi gesagt, dieser "müsse sich seinen Verpflichtungen als Spieler und besonders als Weltmeister" bewusst sein.

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Theo Zwanziger, Klage: Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger reagiert auf seine Anklage in der Affäre um die Fußball-WM 2006 mit einer Strafanzeige gegen die Schweizer Bundesanwaltschaft. Dies kündigte Zwanziger am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Diez an. Der 74-Jährige wirft der Ermittlungsbehörde in der Schweiz eine bewusst falsche Interpretation von Beweismitteln vor. "Ich bin überzeugt, dass die Verdächtigungen falsch sind", sagte Zwanziger.

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hatte in der Vorwoche Anklage gegen die Ex-DFB-Funktionäre Zwanziger, Horst R. Schmidt und Wolfgang Niersbach sowie den ehemaligen Fifa-Generalsekretär Urs Linsi erhoben. Dem Quartett wird vorgeworfen, den Präsidialausschuss des WM-Organisationskomitees 2006 über den eigentlichen Zweck einer Zahlung in Höhe von 6,7 Millionen Euro im April 2005 vom Deutschen Fußball-Bund an den Weltverband Fifa arglistig getäuscht zu haben.

Klettern, WM: Sportkletterer Yannick Flohe aus Essen hat bei der WM im japanischen Hachioji sensationell die Bronzemedaille in der Disziplin Bouldern gewonnen. Der 19-Jährige, der für die Sektion Aachen des Deutschen Alpenvereins (DAV) startet, lag nach einem enorm anspruchsvollen Wettkampf knapp hinter dem zweitplatzierten österreichischen Weltklasse-Kletterer Jakob Schubert. Gold gewann Tomoa Narasaki (Japan), der als einziger Finalist zwei der vier Boulder bis zur Spitze klettern konnte.

Schon die Qualifikation von Flohe für das Finale der besten sechs Starter war eine Überraschung gewesen. Die Medaille holte er mit der Bewältigung seiner dritten Zone an der letzten Wand. Jan Hojer (Köln) belegte Rang elf, Alexander Megos (Erlangen) Rang 26. Afra Hönig (Landshut) erreichte bei den Frauen Rang 21. Es siegte Titelverteidigerin Janja Garnbert. Die Tschechin ist auch noch aktuelle Lead- und Kombinations-Weltmeisterin. Beim Bouldern klettern die Athleten in Absprunghöhe an einer Wand, an der sie verschiedene Segmente bewältigen müssen. Die weiteren Disziplinen sind Lead und Speed. Der aus allen drei Disziplinen bestehende Kombinationswettbewerb findet in der kommenden Woche statt: Ausschließlich in diesem Dreikampf werden 2020 in Tokio erstmals Olympiamedaillen im Klettern vergeben.

Bundesliga, Schalke: Schauspieler Peter Lohmeyer zieht persönliche Konsequenzen aus der Affäre um Clemens Tönnies und tritt als Mitglied bei Schalke 04 aus. "Schalke 04 war immer ein Vorreiter im Kampf gegen Diskriminierung und Rassismus, und darauf war ich immer sehr stolz. Jetzt wird das durch den Metzger infrage gestellt, und das macht mich sauer - und traurig", sagte der 57-Jährige dem Magazin 11Freunde. Ihm komme es "irgendwie" so vor "als hätten Menschen in diesem Verein diese Haltung nur benutzt und nicht wirklich gelebt", fügte Lohmeyer an, der zu den bekanntesten Schalke-Anhängern gehört. S04-Boss Tönnies hatte bei einem Termin die Finanzierung von Kraftwerken in Afrika empfohlen und wortwörtlich gesagt: "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren."

Lohmeyer sagte, dass Tönnies mit einem Rücktritt "seine letzte große Tat für Schalke" hätte leisten können, "damit hätte er vom Verein eine große Last genommen. Aber es ging ihm anscheinend in diesem Moment nicht um Schalke, sondern um ihn selbst".

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