Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Remis gegen Argentinien: Jogis Not-Elf geht am Ende die Puste aus

EXPRESS-Logo EXPRESS 09.10.2019 Marcel Schwamborn
Marc-André ter Stegen kommt nicht mehr dran, Lucas Alario erzielt den Treffer zum 2:1. © dpa Marc-André ter Stegen kommt nicht mehr dran, Lucas Alario erzielt den Treffer zum 2:1.

Am Ende ging Jogis Not-Truppe doch der Saft aus. Lange sah es so aus, als ob auch die Neuauflage des WM-Finals von 2014 wieder an das deutsche Team gehen würde. 

Doch vor allem Leverkusens Lucas Alario klaute den Deutschen beim 2:2 in Dortmund doch noch den Sieg. 

Joachim Löw muss improvisieren

Im Vorfeld der Partie musste einem noch Angst und Bange werden. Am Spieltag reiste zunächst Jonathan Tah (Grippe) aus dem Teamhotel ab, dann meldete sich auch noch der für die Startelf vorgesehene Niklas Stark mit Magen-Darm-Grippe ab.

Das interessiert andere MSN-Leser:

Endlich: Die große Bühne für Marc-André ter Stegen

FreundschaftsspielDer Discount-Trainer genießt Messis Rückhalt

Bayern-Hammer! Müller will offenbar im Winter weg

So fehlten beim Anpfiff 14 Spieler ganz, auf der Bank saßen nur noch drei gesunde Feldspieler. Doch Joachim Löw bastelte eine vernünftige Not-Elf. 

Der erst kurzfristig nachnominierte Robin Koch war plötzlich Chef der Abwehrkette. Im Sturm debütierte Luca Waldschmidt. Und so standen tatsächlich erstmals seit 107 Jahren zwei Freiburger bei einem Länderspiel zusammen auf dem Platz.

Serge Gnabry trifft und bereitet vor

Auch wenn so viele Spieler fehlten, auf einen ist in diesen Tagen absolut Verlass. Serge Gnabry liefert Woche für Woche. Erst verwertete er eine Vorlage von Lukas Klostermann zum 1:0, dann legte er Kai Havertz das 2:0 auf. Beeindruckend, wie er sich beim ersten Treffer gegen vier Argentinier durchsetzte und per Außenrist verwandelte. Schon der zehnte Treffer im elften Länderspiel. 

Dortmunds langjähriger Keeper Roman Weidenfeller schwärmte: „Was der Junge im Moment leistet, ist der Wahnsinn. Insgesamt ist das ganz toller Fußball von der deutschen Mannschaft: frisch und direkt nach vorne“.

DFB-Tempo überfordert Argentinien

Das Tempo, dass die deutsche Mannschaft bei üblem Herbstwetter anschlug, überforderte zunächst die Argentinier. Erst als sich in der zweiten Halbzeit die Abspielfehler beim DFB-Team häuften, kamen die Gäste besser ins Spiel und durch den eingewechselten Leverkusener Lucas Alario zum  Anschluss.

Trotz des positiven Ergebnisses blieb auch in Dortmund ein Eindruck hängen: Der ansonsten so stimmungsvolle BVB-Tempel war stellenweise gähnend leer. Der Oberrang der Westtribüne blieb direkt geschlossen. Die Kritik, dass der DFB selbst bei Testländerspielen unter der Woche mit dezimierten Mannschaften bei seiner Hoch-Preis-Politik (Karten kosteten bis 100 Euro) bleibt, ist nicht neu. Aber auf diesem Weg erobert die Mannschaft die Fan-Herzen nicht so schnell zurück. Die jungen, frischen Spieler hätten ausverkaufte Stadien verdient.

Mehr auf MSN

Video wiedergeben

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von EXPRESS

| Anzeige
| Anzeige
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon