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Trainerwechsel beim 1. FC Köln: Trennung von Achim Beierlorzer beschlossen

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 09.11.2019 Christian Löer, Lars Werner
Achim Beierlorzer am Freitagabend nach dem 1:2 gegen Hoffenheim © dpa Achim Beierlorzer am Freitagabend nach dem 1:2 gegen Hoffenheim

Der 1. FC Köln hat beschlossen, Trainer Achim Beierlorzer am heutigen Samstag freizustellen. Nach dem dramatischen 1:2 am Freitagabend gegen die TSG Hoffenheim ist das Vertrauen der Klubspitze in den 51-jährigen Franken aufgebraucht, das man ihm am Dienstagmittag ausgesprochen hatte. Die Kölner hatten gegen Hoffenheim zwar durch Jhon Córdoba die Führung erzielt, doch nach dem Ausgleich kurz nach der Pause hatte Beierlorzer in der Gewissheit, dass ihn nur einen Sieg im Amt halten würde, auf volles Risiko gesetzt und in der achten Minute der Nachspielzeit per Elfmeter nach umstrittenem Videobeweis noch das 1:2 kassiert. Damit war Beierlorzers Schicksal besiegelt, obwohl im Vergleich zur Partie in Düsseldorf die Leistung gestimmt hatte. Allerdings zählen im Profifußball vor allem die Punkte, die Konsequenzen dieser Mechanik musste sich nun auch Beierlorzer stellen.

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Verantwortliche sehen keine Alternative

Nach der Niederlage im Derby bei Fortuna Düsseldorf am vergangenen Sonntag hatten die Kölner dem Trainer noch ein letztes Spiel eingeräumt, um sein Schicksal zu wenden. Doch trotz kämpferisch ordentlicher Leistung, einem Systemwechsel und dem verheißungsvollen Debüt des Nachwuchsspielers Ismail Jakobs hatten die Verantwortlichen keine Alternative mehr zur Trennung gesehen. Der Gemeinsame Ausschuss entschied sich einstimmig gegen den Verbleib des Trainers; am Montag hatte das höchste Gremium des Vereins noch auf eine Abstimmung verzichtet, um dem neuen Vorstand um Präsident Werner Wolf die Entscheidung zu überlassen. Nun aber war man sich einig.

Am Samstagmorgen hatten sich Finanzgeschäftsführer Alexander Wehrle und Frank Aehlig am Geißbockheim getroffen. Aehlig wird zunächst die Geschäfte der sportlichen Abteilung beim FC führen, nachdem der Verein am Freitagabend unmittelbar nach dem Schlusspfiff kommuniziert hatte, dass Sportchef Armin Veh seine Arbeit für den FC endgültig und sofort einstellt. Wegen einer Auflösungsklausel in Vehs Geschäftsführervertrag wird er für den Rest seiner Amtszeit bis zum 30. Juni weiter bezahlt. Alexander Wehrle traf seinen Geschäftsführerkollegen am Samstag, um letzte Details zu erörtern. Mannschaftskapitän Jonas Hector war ebenfalls ans Geißbockheim gekommen, um eine Einschätzung aus Sicht der Mannschaft abzugeben. Doch die Ausführungen des Nationalspielers änderten nichts mehr daran, dass Achim Beierlorzer seine Mission beim Aufsteiger bereits nach dem elften Spieltag beenden muss.

Trainer zeigt Einsicht

Der Trainer hatte am späten Freitagabend selbst geäußert, dass ihn eine Entlassung nicht mehr überraschen würde. Um seinen Job kämpfen werde er nicht, schließlich seien seine Argumente eindeutig – nämlich die Leistung der Mannschaft auf dem Platz. „Jetzt muss der Verein eine Entscheidung treffen: War das okay, was abgeliefert wurde? Oder sind es einfach zu wenige Punkte? Wir haben nur sieben Punkte, das ist zu wenig, da bin ich dabei.“

Teure Trennung

Gleichzeitig läuft die Suche nach einem Nachfolger für Beierlorzer, den die Kölner für eine Ablöse von 700 000 Euro von Zweitligist SSV Jahn Regensburg verpflichtet und mit einem Vertrag bis Juni 2021 ausgestattet hatten. Auch mit Beierlorzer dürfte eine Trennungsklausel vereinbart sein, dem ehemaligen Gymnasiallehrer steht damit eine Abfindung von einem Jahresgehalt zu. Bruno Labbadia, der als Spezialist für Situationen gilt, wie sie der 1. FC Köln derzeit einmal mehr durchlebt, gilt als Kandidat, allerdings gestaltet sich die Verpflichtung des ehemaligen FC-Kapitäns offenbar schwierig. Überhaupt scheint es im Verein weiterhin Vorbehalte gegen den Trainer zu geben, daher gibt es neben Labbadia einen weiteren Kandidaten.

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