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Russland will den Gruppensieg: "Spielen nur, um zu gewinnen"

O-Töne 1-3 Juri Gasinski, Nationalspieler Russland„Nach dem Spiel in Moskau haben wir begonnen, die Unterstützung für uns zu spüren. Am Anfang mangelte es noch an Support, aber jetzt haben wir realisiert, dass wir diese Unterstützung brauchen.“„Wir studieren Uruguay ganz genau. Unser Trainer erklärt uns, wie wir mit ihren Spielern umgehen müssen. Bei Mohamed Salah wissen wir alle, wie er in der letzten Saison gespielt hat. Wir fokussieren uns aber nicht nur auf einen Spieler, sondern das gesamte Team. So konnten wir Salah im Kollektiv stoppen.“„Der Wettbewerb findet in Russland statt. Wir denken nicht über die Auslosung oder irgendetwas anderes nach. Wir sind sehr gut vorbereitet und spielen nur, um zu gewinnen.“O-Ton 4 Juri Schirkow, Nationalspieler Russland„Ich würde Portugal im Achtelfinale bevorzugen. Gegen sie haben wir schon beim Confed Cup gespielt. Es wäre besser, gegen sie zu spielen.“SID xam mpWeitere Informationen:St. Petersburg (SID) Wildfremde Menschen tanzten Arm in Arm über den Roten Platz, am Ort des Triumphes überdauerte die rauschende Party sogar die ersten Sonnenstrahlen. Lebensfreude und Glücksgefühle erfassten die WM-Gastgeber, als sie die russischen Fußball-Helden für ihr Sommermärchen feierten. Weil die Sbornaja, eine Ansammlung vermeintlicher Versager, offenbar doch zu etwas taugt."Wir reißen die Rivalen in Stücke", titelte die Zeitung Sport-Express martialisch, während die Sowjetski Sport voller Pathos schrieb: "Ganz egal, was jetzt noch kommt, wir werden uns immer mit glückseligen Gefühlen an diese Tage erinnern". Tage, an denen der Gastgeber traumhafte Tore erzielte. Tage, an denen Erfolge ausschweifend bejubelt wurden. Tage, an denen Russland erstmals seit dem Zerfall der Sowjetunion wieder ein WM-Achtelfinale erreichte.Das überzeugende 3:1 (0:0) im zweiten Gruppenspiel gegen die Ägypter erfüllte das Riesenreich nicht nur mit Freude und Stolz, es beseitigte auch letzte Zweifel an der Verfassung der Gastgeber. "Gratulation an das gesamte Land und herzliche Grüße an alle, die nicht an uns geglaubt haben", sagte Abwehrspieler Ilja Kutepow mit einer Genugtuung, die sogar höchste politische Kreise erreichte."Wir haben so lange auf solche Momente gewartet", sagte der russische Sportminister Pawel Kolobkow. Und der frühere Verbandschef Witali Mutko, enger Vertrauter von Staatschef Wladimir Putin und mittlerweile Vize-Premierminister, schwärmte: "Das ist ein Team voller Patrioten, die ihr Land lieben. Darauf kommt es an, das sind unsere besten Jungs."Diese Jungs, die vor dem erfolgreichen Auftakt gegen Saudi-Arabien siebenmal in Serie nicht gewonnen hatten, flößen plötzlich Respekt ein. In England. In Deutschland. Sogar in Spanien. Ein "kaiserliches Russland" sah die Tageszeitung AS, laut Independent "fegte Russland über Ägypten hinweg". Von Spiel zu Spiel, so macht es den Anschein, wachsen Fähigkeit und Selbstvertrauen.Und das bemerken nicht nur die Fans, auch andere Sportler verfolgen die rasante Entwicklung mit großer Begeisterung. Biathlon-Olympiasieger Anton Schipulin beispielsweise, oder der ehemalige Tennis-Star Jewgeni Kafelnikow. "Über diesen Sieg", mutmaßte Kafelnikow, "werden wir noch Jahre sprechen".Tatsächlich überraschte es, mit welcher Leichtigkeit der Gastgeber die Ägypter und ihren Starstürmer Mohamed Salah im Griff hatten. Das Team wuchs einmal mehr über sich hinaus - sinnbildlich dafür stand Denis Tscheryschew, der bereits seinen dritten Turniertreffer erzielte."Wir wissen alle nicht so recht, warum es plötzlich so gut läuft. Wir können es uns nicht erklären", sagte der 27-Jährige. Er wisse nur, "dass wir das Land weiter frohlocken lassen wollen". Komme, wer wolle.Im abschließenden Gruppenspiel am Montag gegen Uruguay (16.00 Uhr MESZ/ZDF) geht es nur noch um den Gruppensieg und darum, die Zuversicht weiter zu stärken und die Euphorie zu konservieren. Denn der erste Gegner in der K.o.-Runde dürfte entweder Spanien oder Portugal sein. Aber Furcht? Das haben diese Russen nicht mehr."Ich hoffe, dass noch viele schöne Tage kommen werden", sagte Russlands oft gescholtener, mittlerweile aber gefeierter Nationalcoach Stanislaw Tschertschessow. Wie bei fast jedem Spieler entschuldigte sich die Zeitung Sport-Express auch beim 54-Jährigen ausführlich für die vor Turnierbeginn hervorgebrachte Skepsis - und dankte: "Ihr gebt den Russen den Glauben an den Fußball zurück!"SID nr as rd
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