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Historischer Sprung bei der Eiskunstlauf-WM

WELT-Logo WELT 22.03.2019

© picture alliance/AP Images Bei der Eiskunstlauf-WM in Japan erleben 18.000 Zuschauer die historische Kür einer 19-jährigen Kasachin. Nie zuvor stand eine Frau diesen Sprung. Zum Sieg reicht es aber nicht, denn eine 16-Jährige ist noch besser.

Für Nicole Schott hat es bei der Eiskunstlauf-WM in Saitama kein Happy End gegeben. Die viermalige Deutsche Meisterin kam über den 17. Platz nicht hinaus. "Ich habe auf jeden Fall gekämpft", sagte die 22 Jahre alte Essenerin enttäuscht. In der Kür am Freitag rutschte sie von Rang zwölf nach dem Kurzprogramm noch um fünf Positionen nach unten. Damit verfehlte die WM-13. von 2018 ihr Ziel, unter die zehn besten Läuferinnen zu kommen, deutlich.

"Nachdem die Toeloop-Kombination nicht geklappt hat, musste ich umdenken", erklärte Schott nach ihrer vierten WM-Teilnahme seit 2015. Um auf Nummer sicher zu gehen, wollte sie eigentlich den höherwertigen Dreifach-Flip durch den weniger schwierigen Salchow ersetzen. Doch nach dem Patzer in der Kombi musste sie den Flip wagen – und unterdrehte ihn.

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"Ich habe es probiert. Es hat aber nicht alles so geklappt", befand Schott, die nach einem Muskelfaserriss und einer Grippe erst im Dezember 2018 richtig trainieren konnte. "Ich hoffe, dass die nächste Saison ohne Turbulenzen bleibt, es bei den großen Events funktioniert und ich wieder Wettkampflockerheit habe."

Überragende Läuferin vor 18.000 Zuschauern in der Saitama Super Arena vor den Toren Tokios war die 16-jährige Alina Sagitowa. Die junge Russin holte ihr erstes WM-Gold und komplettierte damit nach Olympia-Sieg und Europameisterschafts-Gewinn 2018 ihre Titelsammlung.

Tursinbajewa landet vierfachen Salchow

Für eine Weltpremiere sorgte die WM-Zweite Elizabet Tursinbajewa. Die 19-jährige Kasachin gewann nicht nur die erste WM-Medaille für ihr Land. Als erste Athletin auf der Welt stand sie zudem in einer Kür den vierfachen Salchow fehlerfrei.

"Ich freue mich, dass ich den Vierfachen gelandet habe", sagte Tursinbajewa nach ihrem historischen Sprung. "Ich werde mich lange an diese Meisterschaft erinnern." Dritte wurde die Russin Jewgenija Medwedewa, die 2016 und 2017 Weltmeisterin geworden war.

Aller Anfang ist vor allem im Eistanzen schwer. Die deutschen Eistänzer Shari Koch/Christian Nüchtern (Düsseldorf/Siegerland) kamen bei ihrem WM-Debüt im Rhythmischen Tanz mit ihrem Tango-Vortrag auf Rang 17. "Es war der beste Rhythmische Tanz, den wir bisher im Wettkampf gezeigt haben. Wir haben ein gutes Gefühl", sagte Shari Koch. Schließlich erreichten sie damit auf Anhieb das Kür-Finale.

Die dreimaligen Weltmeister und Titelverteidiger Gabriella Papadakis/Guillaume Cizeron aus Frankreich übernahmen souverän die Führung. Victoria Sinizina/Nikita Kazalapow belegten den zweiten Platz vor ihren russischen Landsleuten und Vizeeuropameistern Alexandra Stepanowa/Iwan Bukin.

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