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Belgier wütend: "Wäre lieber gegen Brasilien rausgeflogen"

kicker-Logo kicker 11.07.2018 kicker.de
Thibaut Courtois (M.): Teuflisch frustriert: Thibaut Courtois (M.) & Co. nach Belgiens WM-Aus gegen Frankreich. © picture alliance Teuflisch frustriert: Thibaut Courtois (M.) & Co. nach Belgiens WM-Aus gegen Frankreich.

64 Prozent Ballbesitz hatte Belgien am Dienstagabend, doch dieser Wert wäre ohne die sechsminütige Nachspielzeit wohl noch viel höher gewesen. Denn als es nur noch darum ging, den 1:0-Vorsprung zu verteidigen, zeigten die Franzosen in diesem WM-Halbfinale alle Mittel, die der Fußball dafür hergibt: Sie zogen theatralisch Fouls (Mbappé), verzögerten das Spiel (Mbappé), schirmten Bälle clever ab, beschäftigten den Gegner schon in dessen Hälfte. Eden Hazard & Co. schafften es, als es endgültig darauf ankam, nicht einmal vor das Tor von Hugo Lloris.

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Das war nicht schön und passte damit zum restlichen Auftritt der Franzosen: Angeführt von Torschütze Samuel Umtiti (Zweikampfquote: 100 Prozent) entnervten sie die Belgier defensiv so sehr, dass diese ihre Souveränität auch unmittelbar nach dem Schlusspfiff noch nicht wiedergefunden hatten, was nach einem verlorenen WM-Halbfinale allerdings auch niemand erwarten sollte. "Frankreich hat Anti-Fußball gespielt", schimpfte Keeper Thibaut Courtois, und das war nur der Anfang.

"Ich verliere lieber mit dieser belgischen Mannschaft als mit dieser französischen zu gewinnen!" - Eden Hazard

"Ich habe noch nie erlebt, dass ein Stürmer so weit weg vom Tor spielt", wunderte er sich gegenüber "Het Nieuwsblad" etwa über das Verhalten von Chelsea-Teamkollege Olivier Giroud. "Es ist ihr Recht, so zu spielen, weil sie wissen, dass wir damit Probleme haben. Aber es ist nicht schön anzuschauen. Diese Mannschaft ist nicht besser als unsere. Sie haben gut verteidigt, aber das war es auch. Ehrlich gesagt wäre ich lieber gegen Brasilien (2:1 im Viertelfinale, d.Red.) rausgeflogen als gegen diese Franzosen."

Schande für den Fußball? De Bruyne: "Wir hätten es genauso gemacht"
Hazard, der sich mit seinen Dribblings am kräftigsten gewehrt und vor allem Benjamin Pavard teilweise Grenzen aufgezeigt hatte, ging in seinem Spott sogar noch einen Schritt weit. Obwohl er vor dem Spiel noch kundgetan hatte, dass er in seiner Kindheit und Jugend nicht, Belgien-, sondern Frankreich-Fan gewesen war, sagte er nun: "Ich verliere lieber mit dieser belgischen Mannschaft als mit dieser französischen zu gewinnen!" Dass Belgien nicht gewonnen habe, sei "eine Schande für den Fußball", schloss Courtois.

Doch nicht alle Belgier schimpften mit, vor allem Kevin De Bruyne behielt den Überblick. "Ob ich von Frankreich genervt war? Nein, ich spiele bei ManCity. Da spielen wir zu 90 Prozent gegen Mannschaften, die so defensiv agieren. So ist nun einmal der Fußball. Das, was sie machen, machen sie gut." Und dann sprach er das Offensichtliche aus, als er auf das Zeitspiel der Franzosen angesprochen wurde: "Das ist eben smart. Wir hätten das genauso gemacht."

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