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„Bares für Rares”: Für dieses Nashorn landete der Besitzer beinahe im Knast

EXPRESS-Logo EXPRESS vor 5 Tagen
Bares_fuer_Rares_Nashorn1: „Bares für Rares”: Für dieses Nashorn landete der Besitzer beinahe im Knast © Screenshot: ZDF „Bares für Rares”: Für dieses Nashorn landete der Besitzer beinahe im Knast

Für dieses Spielzeug hat Karlheinz Pallapies (81) ein großes Risiko auf sich genommen!

Der Verkaufsleiter aus Castrop-Rauxel zeigt Horst Lichter ein besonderes Stück: Ein sogenanntes Rupfentier. 

„Bares für Rares”: Für dieses Nashorn landete der Besitzer beinahe im Knast © Screenshot: ZDF „Bares für Rares”: Für dieses Nashorn landete der Besitzer beinahe im Knast

Das mit Holzwolle gefüllte Stück besteht aus Rupfen, einem grob geflochtenem Jutestoff sowie aus buntem Leder. Mit dieser Art therapeuthischer Spielzeuge sollten bei Kindern verschiedene Sinne gefördert und weiter ausgeprägt werden.

Das Besondere: Die Stücke waren nicht frei verkäuflich, sondern nur für Therapiezentren sowie Kindergärten und Kinderkliniken bestimmt. Das Rupfentier „Nashorn” ist eine außergewöhnliche Rarität, das sogar im MoMA, im Museum of Modern Art in New York, ausgestellt ist.

Und genau hier hatte Karlheinz Pallapies ein ähnliches Rupfentier gesehen und dachte: „Donnerwetter, so ein Teil hast du doch im Keller”, erklärt er Horst Lichter. Und wo hat er das gute Stück her?

Nashorn stand 1967 auf Messe in Leipzig

„Aus der DDR”, erklärt Pallapies. „Ich habe damals internationale Messen organisiert, in Leipzig, in Hannover, in Moskau, überall. Und habe dann in Leipzig dieses Teil gefunden. Das war 1967, es wurde damals ausgestellt.” Und obwohl das Spielzeug nicht zum Verkauf gedacht war, hat Pallapies eins bekommen.

Weil es damals in der DDR noch kein Farbfernsehen gab, tauschte der Messeveranstalter einfach einen Farbdekoder gegen das Nashorn. Und den Farbdekoder, den hatte Pallapies eingeschmuggelt.

„Bares für Rares”: Für dieses Nashorn landete der Besitzer beinahe im Knast © Screenshot: ZDF „Bares für Rares”: Für dieses Nashorn landete der Besitzer beinahe im Knast

„Und das Nashorn, das musstest du doch dann wieder herausschmuggeln”, fragt Lichter. „Sicher”, erklärt Pallapies.

„Ich habe es herausgeschmuggelt, indem ich sagte, das wäre ein Ausstellungsstück. Das wusste der Zöllner ja nicht.”

Experte: „Das ist echt gefährlich gewesen”

Glück gehabt, meint Lichter gleich.

„Ja, das ist ja echt gefährlich gewesen”, stellt  der Experte Sven Deutschmanek fest.

„Bares für Rares”: Für dieses Nashorn landete der Besitzer beinahe im Knast © dpa „Bares für Rares”: Für dieses Nashorn landete der Besitzer beinahe im Knast

Tatsächlich lag der Mauerbau zu der Zeit, als Pallapies die Grenze überquerte, gerade einmal sechs Jahre zurück. Und die DDR-Führung meinte es todernst mit ihrer Grenze: Bis zum Jahr 1989 gibt es insgesamt 371 Tote nur an der innerdeutschen Grenze.

Bei Schmuggelversuchen gab es vereinzelt Haft

Und auch Westdeutsche waren gefährdet: Im Jahr des Mauerbaus wurde ein Dortmunder Journalist von Grenztruppen erschossen, nur weil er mit Bauern sprechen wollte. Die Zollbeamten waren nervös, wenn es um ihre Grenze ging. Und bei Schmuggelversuchen gab es vereinzelt sogar Haft. 

Aber bei Pallies ging alles gut, jetzt will er Geld dafür sehen: 1.000 Euro wünscht er sich für das besondere Teil. Der Experte geht sogar einen Schritt weiter: bis zu 1.500 Euro ist das Teil wert.

Und tatsächlich: Für 1.200 Euro geht das geschmuggelte Nashorn an Händler Fabian Kahl. 


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