Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

US5-Chris packt nach zehn Jahren aus: "Die Boygroup-Zeit war psychischer Terror"

GALA.de-Logo GALA.de 16.12.2018 jno/Gala
Christoph "Chris" Watrin, Jay Khan, Christopher Richard "Richie" Stringini, Michael "Mikel" Johnson, Izzy Gallegos (von links) © Getty Images Christoph "Chris" Watrin, Jay Khan, Christopher Richard "Richie" Stringini, Michael "Mikel" Johnson, Izzy Gallegos (von links)

Der ehemalige US5-Sänger Christoph "Chris" Watrin spricht über die Zeit, in der er wegen heftiger psychischer Probleme wieder zum Kind wurde

Dass ehemalige Teenie-Stars im Nachhinein gar nicht mehr so begeistert sind von der großen Karriere auf dem Bravo-Cover und die Branche stark kritisieren, ist keine Seltenheit. Auch der frühere US5-Sänger Christoph "Chris" Watrin, 30, erhebt heute schwere Vorwürfe gegen die Band bzw. die Verantwortlichen der Boygroup-Formation.

US5-Chris leer und zerbrochen

Chris war eines der Gründungsmitglieder der internationalen Boygroup US5 im Jahr 2005. Im Alter von 16 Jahren setzte er sich in der RTL-II-Fernsehserie "Big in America" zusammen mit Michael "Mikel" Johnson, 31, gegen 5000 männliche Bewerber durch. Backstreet Boys und NSync-Gründer Lou Pearlman, †62, stellte die Jungs mit Jay Khan, 36, Christopher Richard "Richie" Stringini, 32, und Izzy Gallegos, 35, zusammen. Mit ihrem Debüthit "Maria" standen sie fünf Wochen in Folge an der Spitze der deutschen Charts. Doch im August 2008 verließ Chris die Band aus gesundheitlichen Gründen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Colin Firth: Ehekrise nach Betrugsskandal überwunden? Dieser Auftritt spricht Bände

Udo Lindenberg: Über seine schlimmsten Zeiten: „Zehn Mal jedes Jahr im Krankenhaus, vier Mal mit 4,7 Promille”

Video wiedergeben

Nun ist auch klar, wie genau diese Gründe aussahen: Depressionen sowie Angst- und Panikstörungen. "Ich hatte schon so eine innere Leere und Zerbrochenheit als ich zu US5 gegangen bin. Nur dann ist der Boden komplett durchgebrochen", erzählt der heute 30-Jährige im Interview mit "Bild". 

Jeden Tag psychischer Terror

"Wenn du zwei Jahre lang jeden Tag so einen psychischen Terror hast, dass du eigentlich nur willst, dass der Tag wieder vorbei ist, macht dich das fertig. Ich bin wieder bei meinen Eltern eingezogen und habe drei Monate bei meiner Mutter auf der Couch geschlafen. Ich konnte mir nicht einmal mehr selbst etwas zu essen machen. Ich war wieder wie ein Kind", schildert Chris die wohl schlimmste Zeit in seinem Leben.

Der Musiker dachte sogar daran, sein Leben beenden zu wollen. "Ich kann Menschen verstehen, die denken, dass wenn sie sterben, dass sie dann Frieden haben. Ich dachte selbst auch, mein Leben ist vorbei und dass alles hoffnungslos ist. Allein hätte ich das nicht geschafft, deshalb bin ich auch mehrfach in der Klinik gewesen. Heute habe ich dank meines christlichen Glaubens und der Hilfe vieler Menschen meinen Halt gefunden und bin wieder voller Lebensfreude."

Comeback mit der Band?

Heute studiert Chris Elementare Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Außerdem leitet er einen Chor von Menschen mit mehrfach geistiger Behinderung für die Diakonie Michaelshoven in Köln und plant mit seinem ehemaligen Bandkollegen Izzy eine eigene Show. US5 gibt es seit 2009 nicht mehr. Trotz der schweren Krise während der Zeit als US5-Mitglied wäre Chris einem Comeback gegenüber nicht ganz abgeneigt: "Aber die Voraussetzung dafür ist, dass wir erstmal wieder miteinander klarkommen und gute Beziehungen aufbauen."

Verwendete Quellen: bild.de, Eigenrecherche

Erfahren Sie mehr:

Was wurde aus...: Boygroups im Wandel der Zeit

Emily Blunt: Gewinner des Tages

Nick Carter: Promi-Bild des Tages

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von Gala

| Anzeige
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon