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Dschungelcamp

Selbstmitleid und Totalverweigerung: Danni Büchner beschimpft Dschungelcamp-Zuschauer als "Idioten"

teleschau-Logo teleschau 15.01.2020 Andreas Fischer

Danni Büchner kann nicht mehr. So schnell wie sie und so verzweifelt, hat noch niemand "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" gesagt. Raus ist sie aber noch lange nicht - sehr zum Leidwesen ihrer Mitbewohner im Dschungelcamp und zur Schadenfreude der ganzen "Idioten" vor den Fernsehgeräten.

"Schwarze Witwe" nennen sie manche, andere "Rabenmutter". Danni Büchner ist das egal. So wie ihr ziemlich viel egal ist. Vor allem ihre Mitcamper im australischen Dschungel. Mit denen verscherzt sie es sich immer mehr, wundert sich aber, warum sie keiner mag. Auch nicht die Zuschauer, die sie Abend für Abend wonnevoll in die Dschungelprüfung schicken. Das sind alles "Idioten" beschimpfte sie das Publikum, das für die Investitionen freilich immer wieder aufs Neue belohnt wird.

Bei allem gebotenen Kopfschütteln über Danni Büchner: Das Leben hat die Frau schwer gezeichnet, wie sie ihrer Beichtmutter Claudia Norberg gleich zum Auftakt der fünften Folge von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" am Lagerfeuerersatz berichtete. Die zukünftige Wendler-Ex bekam eine Horrorgeschichte zu hören, von prügelnden Vätern und Partnern, von depressiven Frauen und verängstigten Kindern. "Wir haben immer mitbekommen, wenn er unsere Mutter verprügelt hat, da mussten wir immer zugucken. Deshalb wollte ich nie, dass meine Kinder merken, wenn es mir scheiße geht oder ich verprügelt werde - aber sie haben es bei mir auch mitbekommen." Ihr Ex habe sie beschimpft, bespuckt und geschlagen: "Manchmal dachte ich: 'Du musst dich umbringen.'"

Der wahrscheinlich meistgehasste Mensch der Welt

Doch dann traf sie Malle-Jens, er sei ihr Seelenbalsam gewesen, habe sie akzeptiert, wie sie ist, und ihr nach seinem Tod im vergangenen Herbst wenigstens zwei kleine Andenken hinterlassen. Den Kindern will Danni nun unbedingt beweisen, wie toll es ist, seine Ängste zu überwinden. Daran muss sie freilich noch arbeiten: Mit der Überwindung klappte es wieder nicht so recht.

Einen gewissen Sinn für die Realität kann man der Dauernörglerin allerdings nicht absprechen. "Ich bin wahrscheinlich der meistgehasste Mensch der Welt", erklärte sie, bevor sie zum neuerlichen Prüfungsversagen abmarschierte.

Es ging in den "Gefahrstuhl" - eine mutmaßlich ziemlich klassische Ekel-Sternejagd mit allerlei Viehzeug. Aber das erfuhr man nicht: Noch bevor sie der Aufzug zum Schafott bringen konnte, schrie Danni "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" in die Welt, brach in Tränen aus und trollte sich trotzig zurück ins Camp, wo ihr wenig später sauer aufstieß, dass der schöne Raúl Richter und die gelenkige Anastasiya Avilova bei der Schatzsuche eine Zitrone fanden und damit die Stimmung retteten.

Legat liest Kafka

"Sechs Minuten, null Unterhaltung, null Sterne" - so schnell war noch keine Prüfung vorbei. Nein, Danni Büchner macht es einem nicht leicht. Nicht den "Idioten" von Zuschauern, aber auch dem Sender nicht. Dass Sonja Zietlow und Daniel Hartwich dann auch ganz unverhohlen mit der ultimativen RTL-Strafe drohten, kann man den Moderatoren nicht verdenken: Thorsten Legat werde morgen 20 Minuten aus Kafkas Werken vorlesen, sollten die Zuschauer erneut für "La Büchner" anrufen.

Immerhin blieb durch den schnellen Danni-Exit genug Sendezeit, um zu erfahren, was Prince Damien im Innersten zusammenhält: "So viel Kacke in meinem Körper, ich wusste gar nicht, wie viel da reinpasst. Halleluja!" Derart erleichtert offenbarte der "DSDS"-Sieger von 2016 dann auch gleich, dass er sich in Sachen Sexualität ziemlich "lost" fühle. "Ich habe ganz viele Körbe von Mädels kassiert. So fing das an." Jetzt ist er bisexuell und ziemlich unentschieden. Im letzten Jahr habe er sich mehr für Frauen interessiert, dieses Jahr ständen Männer ganz oben auf seiner Liste.

Wenn Bohnenwasser glücklich macht

Für Sven Ottke, den wahrscheinlich einfühlsamsten Boxer der Welt, war das genauso schwer zu verstehen wie die Tatsache, dass Marco Cerullo frech zu seiner Mutter war und die Bald-Ex-Wendlerin Claudia Norberg mit ihrem Noch-Mann und seiner jungen Freundin im selben Haus wohnt. An der räumlichen Trennung wird noch gearbeitet.

Darauf gab's dann für alle noch eine Tasse Kochwasser aus dem Bohnentopf, das zum neuen Kultgetränk avanciert, weil es ja sonst nicht viel zu genießen gibt. Nur Danni verweigerte sich dem gemeinschaftlichen Trinken. Sie war zu sehr mit ihrem Selbstmitleid und der Frage beschäftigt, was das für Menschen da draußen sind, die sie jeden Tag quälen wollen? Ganz einfach: Es sind Menschen, die sich für Franz Kafka interessieren.

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