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So erschreckte Ryan Reynolds seine Tochter

Hamburger Morgenpost-Logo Hamburger Morgenpost 15.05.2018 mopo
Ryan_Reynolds_Deadpool2 © Getty Images Ryan_Reynolds_Deadpool2

Er flucht und hat einen kruden Humor, der oft unter die Gürtellinie geht. Als „Deadpool” revolutionierte Ryan Reynolds (41) das bislang familienfreundliche Actionhelden-Genre und sahnte an den Kinokassen ab.

Teil 2 macht da weiter, wo der erste Teil aufgehört hat – oft nicht ganz jugendfrei.

Wir haben mit dem Hauptdarsteller über den Film und sein Familienleben gesprochen.

Wie viel Ryan Reynolds steckt in Deadpool?

Reynolds: Ich glaube, dass Deadpool mich nicht ausstehen könnte. Ich hab nämlich so einen kleinen Kerl in meinem Gehirn, der mir zuflüstert: „Sag das jetzt nicht.” Es ist mein Filter im Kopf. Aus Deadpool sprudelt alles ungefiltert heraus, was ihn immer wieder in Schwierigkeiten bringt.

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Hätten Sie gerne eine Superkraft?

Reynolds: Als Vater von zwei kleinen Girls, hätte ich nichts gegen die Superpower, mich durch nichts aufwecken zu lassen. Selbst einen Schlag ins Gesicht durch eine Einjährige. Das wäre echt was!

Wie schaffen Sie und Ihre Ehefrau Blake Lively es, Karriere und Kleinkinder zu vereinbaren?

Reynolds: Wir teilen uns unsere Elternpflichten genau 50-50 auf. Das kann schon manchmal eine Herausforderung sein. Aber Blake und ich haben den großartigen Luxus, dass wir nicht zur selben Zeit arbeiten müssen. Wir organisieren es so, dass einer dreht und der andere mit den Kindern zum Set nachreist. Wegen meiner weltweiten Pressetour sind sie aber nicht mit dabei. Ich habe meine Familie jetzt schon seit acht Tagen nicht gesehen und es ist unheimlich hart. Besonders Blake hat es grade alles andere als leicht.

Ryan_Reynolds_Blake_Lively © Getty Images Ryan_Reynolds_Blake_Lively

Was sagen Ihre Töchter dazu, wenn Papa im Kostüm vor ihnen steht?

Reynolds: Ines ist noch zu klein und versteht es noch nicht. Aber James ist drei und weiß, was ihre Eltern beruflich machen. Allerdings ist sie in Tränen ausgebrochen, als sie mich einmal mit den künstlichen Narben am Set gesehen hat. Ich sah aus wie ein frittierter Hoden und sie war traumatisiert. Deshalb haben wir sie danach von mir fern gehalten, bis ich abgeschminkt war.

Bei den Dreharbeiten zu „Deadpool 2“ ist eine Stuntfrau tödlich verunglückt. Hier bekommen Sie alle Infos.

Ryan_Reynolds_Deadpool © picture alliance / dpa Ryan_Reynolds_Deadpool

Wer von Ihnen ist eigentlich der Strengere mit den Kindern, Blake oder Sie?

Reynolds: Ich weiß nicht. Wir teilen uns das gut auf. Ich bin in einem Haushalt aufgewachsen, wo Disziplin über alles ging. Das war nicht besonders schön. Deshalb versuchen wir unseren Kindern stattdessen Grenzen zu setzen, die wir beide mit ihnen ständig kommunizieren. Für Blake und mich ist es wichtiger als alles andere, dass wir aus unseren Töchtern mitfühlende, empathische Menschen machen.

Bei den Eltern ist es fast vorprogrammiert, dass die Töchter später Interesse am Showbusiness entwickeln...

Reynolds: Ich werde alles tun, um das zu verhindern. Mit 18 können sie ihre eigenen Entscheidungen treffen. Aber für mich ist es wie Kindesmissbrauch, ein Kind in den Rachen des Showbusiness zu werfen. Ich habe neulich James gefragt, ob sie später mal Schauspielerin werden will. Sie meinte: „Nein, nein, nein! Weil dann krieg ich ja so viele Auas.”

Süß. Wie kommt sie denn da drauf?

Reynolds: Ihre Mama hat sich bei den letzten Dreharbeiten das Handgelenk gebrochen und ich bin ja oft voller blauer Flecken nach den ganzen Kampfszenen. Für sie ist Schauspielerei mit Schmerz verbunden. Ich hoffe, sie ändert ihre Einstellung nie (grinst).

Machen Sie Ihre Stunts selbst?

Reynolds: Ich vermeide sie, so gut es geht! Ich bin 41 und da ist es nicht mehr witzig, auf Beton zu fallen. Mein Training für den Film ist darauf angelegt, mich möglichst nicht zu verletzten. Ich kann mich bei Fightszenen nicht immer vertreten lassen. Ich versuche, mich deshalb vor Drehbeginn immer gut zu dehnen und mich dazwischen zu schonen. Daran hätte ich vor 15 Jahren keinen Gedanken verschwendet. Ich werde halt alt...

Haben Sie eine besondere Superhelden-Ernährung?

Reynolds: Ich folge dem „Wolverine”-Eernährungsplan von Hugh Jackson und schlucke ganze, lebendige Hühnchen ohne Nachzudenken (lacht). Nein, mein Essen ist ziemlich langweilig. Leider kaum Eiscreme.

Sie und Hugh Jackman werfen sich öffentlich ständig Sprüche an den Kopf. Ist es eine Superhelden-Rivalität?

Reynolds: Ach quatsch. Hugh ist mein großes Vorbild, mein Held. Er ist einer der großartigsten, großzügigsten, nettesten und bescheidensten Menschen, die ich je getroffen habe. Ich habe zudem das Glück, mit ihm befreundet zu sein. Wir haben denselben schrägen Sinn für Humor und wir piesacken uns gerne gegenseitig. Egal ob wir uns live beim Essen sehen oder ob wir uns gegenseitig auf Social Media einen mitgeben.

Sie sind sehr aktiv auf Social Media...

Reynolds: Sie werden lachen, ich habe mir Instagram und Twitter nur damals wegen „Deadpool” zugelegt, weil ich PR dafür machen wollte. Man kann die Fans so direkt erreichen.

Und den Ehepartner. Sie und Blake hauen sich ständig gegenseitig, auf sehr witzige Art und Weise, im Netz in die Pfanne. Stimmt es eigentlich, dass Blake Sie neulich blockiert hat?

Reynolds: Oh ja, hat sie. Allerdings war es nur Teil eines PR-Gags für ihren Film „A Simple Favor”. Das wusste ich in diesem Moment aber nicht und hab mich total erschrocken. Ich war mir sicher, dass ich etwas schrecklich, schrecklich Falsches gemacht haben musste. Zum Glück war dem am Ende nicht so.

Ryan Reynolds hat Blake Lively schon wieder mit einem Ungeschminkt-Foto geärgert. Lesen Sie hier mehr dazu.

Wie kommen Sie mit der Kritik zurecht, die Ihnen manchmal auf Social Media von anderen Eltern oder Neidern um die Ohren gehauen wird?

Reynolds: Meine Frau hat halt immer was zu meckern (lacht). Scherz!!! Ich habe ein dickes Fell. Und das meiste ist eh positiv.

Sie haben eine Weltkarriere und eine wundervolle Familie. Gibt es etwas, was Ihnen im Leben noch fehlt?

Reynolds: Ob ich jetzt grade etwa vermisse? Ich müsste doch ein Idiot sein, wenn ich das denken würde. Ich bin so unendlich dankbar für meine Frau und meine Kinder. Wenn ich überhaupt mir noch im Leben etwas wünsche, dann mehr Zeit zu haben. Weil ich so noch länger genießen kann, was ich habe.

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