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Conchita Wurst erklärt: "Bin HIV-positiv"

KURIER-Logo KURIER 16.04.2018 Redaktion kurier.at

Via Instagram-Posting erklärt Conchita, seit vielen Jahren infiziert zu sein.

© Kurier/Franz Gruber

Sonntagabend ließ Songcontest-Star Conchita (29) eine gesundheitliche Bombe platzen. „Heute ist der Tag gekommen, mich für den Rest meines Lebens von einem Damoklesschwert zu befreien. Ich bin seit vielen Jahren HIV-positiv“, postete sie auf Instagram. Die Drohungen eines Ex-Freundes, das Ganze öffentlich zu machen, veranlasste sie zu diesem Schritt.

„Ich gebe auch in Zukunft niemanden das Recht mir Angst zu machen und mein Leben derart zu beeinflussen. Seit ich die Diagnose erhalten habe, bin ich in medizinischer Behandlung und seit vielen Jahren unterbrechungsfrei unter der Nachweisgrenze, damit also nicht in der Lage den Virus weiterzugeben.“

heute ist der tag gekommen, mich für den rest meines lebens von einem damoklesschwert zu befreien: ich bin seit vielen jahren hiv-positiv. das ist für die öffentlichkeit eigentlich irrelevant, aber ein ex-freund droht mir, mit dieser privaten information an die öffentlichkeit zu gehen, und ich gebe auch in zukunft niemandem das recht, mir angst zu machen und mein leben derart zu beeinflussen. seit ich die diagnose erhalten habe, bin ich in medizinischer behandlung, und seit vielen jahren unterbrechungsfrei unter der nachweisgrenze, damit also nicht in der lage, den virus weiter zu geben. ich wollte aus mehreren gründen bisher nicht damit an die öffentlichkeit gehen, nur zwei davon will ich hier nennen: der wichtigste war mir meine familie, die seit dem ersten tag bescheid weiss und mich bedingungslos unterstützt hat. ihnen hätte ich die aufmerksamkeit für den hiv-status ihres sohnes, enkels und bruders gerne erspart. genauso wissen meine freunde seit geraumer zeit bescheid und gehen in einer unbefangenheit damit um, die ich jeder und jedem betroffenen wünschen würde. zweitens ist es eine information, die meiner meinung nach hauptsächlich für diejenigen menschen von relevanz ist, mit denen sexueller kontakt infrage kommt. coming out ist besser als von dritten geoutet zu werden. ich hoffe, mut zu machen und einen weiteren schritt zu setzen gegen die stigmatisierung von menschen, die sich durch ihr eigenes verhalten oder aber unverschuldet mit hiv infiziert haben. an meine fans: die information über meinen hiv-status mag neu für euch sein – mein status ist es nicht! es geht mir gesundheitlich gut, und ich bin stärker, motivierter und befreiter denn je. danke für eure unterstützung!

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Die Sängerin wollte bis dato unter anderem deshalb nicht damit an die Öffentlichkeit gehen, um ihre Familie, die von Anfang an Bescheid wusste, zu schützen. „Coming-out ist besser als von Dritten geoutet zu werden. Ich hoffe, Mut zu machen und einen weiteren Schritt zu setzen gegen die Stigmatisierung von Menschen, die sich durch ihr eigenes Verhalten, oder aber unverschuldet mit HIV infiziert haben.“ Auch ihre Freunde sind, wie sie selbst sagt, von Anfang an voll und ganz zu ihr gestanden.

„An meine Fans: Die Information über meinen HIV-Status mag neu für euch sein– mein Status ist es nicht! Es geht mir gesundheitlich gut und ich bin stärker, motivierter und befreiter denn je. Danke für eure Unterstützung.“ Und diese wird sie sicher bekommen, alleine eine Stunde nach der Veröffentlichung ihres Statements, haben über 10.000 Leute ihr Post geliket.

Derzeit steckt sie mitten in den Vorbereitungen für die ORF-Moderation des „Amadeus Austrian Music Award“ am 26. April und sie arbeitet auch noch gemeinsam mit den Wiener Symphonikern an ihrer neuen CD „From Viennawith Love“ (erscheint am 20. Oktober).

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