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Geständnis: Jennifer Aniston: „Es ist hart für mich, in der Öffentlichkeit zu stehen“

EXPRESS-Logo EXPRESS 22.09.2019 Dierk Sindermann
Jennifer Aniston ist seit 30 Jahren als Schauspielerin erfolgreich. Der Druck, in der Öffentlichkeit zu stehen, war nicht immer leicht zu ertragen, sagt Aniston. © picture alliance / dpa Jennifer Aniston ist seit 30 Jahren als Schauspielerin erfolgreich. Der Druck, in der Öffentlichkeit zu stehen, war nicht immer leicht zu ertragen, sagt Aniston.

25 Jahre ist es her, dass sie mit „Friends“ zur Serien-Legende wurde, am 22. September 1994 lief die ersten Folge über die TV-Bildschirme. Jetzt feiert Jennifer Aniston (50) ihr Comeback als Bildschirm-Star.

Sorry, „Friends“-Fans, sie kehrt nicht als Rachel Green zurück.

Jennifer spielt in „The Morning Show“ eine Moderatorin im Frühstücks-Fernsehen, die mit Klauen und Zähnen um ihre Karriere kämpft. Den Killer-Instinkt sieht man ihr vor der TV-Kamera nicht an. Da ist immer Lächeln und Designer-Look angesagt.

Letzteres auch, als wir uns in Beverly Hills zum Interview treffen. Da ist sie fast noch perfekter durchgestylt als in der Rolle und man(n) kommt an einer banalen Frage nicht vorbei:

Was tragen Sie denn da von Kopf bis Fuß?

Jennifer Aniston (spult es lächelnd herunter): Die Hose ist Margiela, das Top Jacquemus, die Schuhe Calvin Klein und die Halskette Cartier.

Ihr Serien-Appartement ist auch ein paar Nummern luxuriöser als das zu „Friends“-Zeiten

Jennifer Aniston (schmunzelt): Gott sei Dank habe ich ja keine Mitbewohner mehr.

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Sie spielen eine Frau, die in ihrem Job gegen Diskriminierung durch Männer und mit MeToo-Momenten zu kämpfen hat.  Kennen Sie das auch persönlich? 

Jennifer Aniston: Oh mein Gott, wo soll ich anfangen? Ich bin eine Frau in Amerika. (lacht). Um ehrlich zu sein, ich habe das große Glück gehabt, dass ich MeToo-Momente am eigenen Leib nicht erfahren musste. Oder dass Leute versucht haben, mich auszunutzen. Viel härter für mich ist, dass ich seit 30 Jahren im Visier der Öffentlichkeit stehe und alles, was ich mache, unter dem Mikroskop seziert wird. Egal ob es um die Qualität von meinen Filmen oder Privates geht. Ich musste lernen, zu kämpfen und meine eigenen Interessen durchzusetzen.

Ist Ihnen das schwergefallen?

Jennifer Aniston: Am Anfang sehr. Aber nach ein paar Jahren hatte ich genug Selbstvertrauen erworben, dass ich überzeugt war, es lohnt sich.

124418441 © picture alliance/dpa 124418441

Was hat sich seitdem sie zum ersten Mal als Rachel vor die Kamera getreten sind, in Hollywood geändert?

Jennifer Aniston: Es war damals eine Welt ohne Internet. Zumindest war es nicht weit verbreitet. Ich habe mich bis heute nicht daran gewöhnt. Ich sehne mich zurück zu den Zeiten, an denen es keine iPhones gab und alles sofort im Web verbreitet werden konnte.

Aber Klatsch gab es ja auch schon damals!

Jennifer Aniston: Klar ist viel über Stars geschrieben wurden, doch man wurde nicht jede Sekunde damit sofort bombardiert. Es waren insgesamt friedlichere Zeiten.

Sehen Sie keine positiven Aspekte in der Welt des Internets?

Jennifer Aniston: Doch schon. Heutzutage kann man sich leichter Gehör verschaffen und seine Stimme gegen Missstände erheben. Und Social Media hat es geschafft, Menschen überall auf der Welt näher zusammen zu bringen. Doch leider hat es auch dazu geführt, tiefere Klüfte zwischen Menschen zu reißen. Und viele setzen unverantwortlich falsche und rücksichtslose Storys in die Welt.

Wie gehen Sie damit um?

Jennifer Aniston: Ich versuche möglichst, in der Öffentlichkeit die Contenance zu wahren. So gut wie es nur möglich ist. Ich bin als Mädchen oft in die Luft gegangen. Das war im Nachhinein nie sehr produktiv. Deshalb habe ich gelernt, nicht vor allen Leuten zu explodieren. Sonst wacht man morgens auf und sieht sich dann auf YouTube wieder (lacht).

Wie schaffen Sie das?

Jennifer Aniston: Ich meditiere jeden Morgen. Und es hilft ungemein, eine Gruppe von wundervollen Männern und Frauen um mich herum zu haben, mit denen ich immer reden und deren Rat ich einholen kann.

Googeln Sie sich manchmal selbst?

Jennifer Aniston: Nur wenn ich von richtig guten falschen Storys höre, die über mich im Umlauf sind.

Zum Beispiel?

Jennifer Aniston: „Aniston hatte ein 100 Millionen Dollar-Makeover“. Das musste ich sehen. Ich dachte „Für das viele Geld muss ich ja ein völlig neues Aussehen haben“ (lacht). Im Ernst, ich checke schon manchmal ab, was läuft, weil ich es teilweise sehr unterhaltsam finde.

Sind Sie ein Frühaufsteher wie Ihre Serienheldin?

Jennifer Aniston: Nein. Der Gedanke, morgens um 3:30 Uhr aufstehen zu müssen, wäre der schlimmste Albtraum für mich. Ich bin eine echte Nachteule. Vielleicht, weil ich nachts zur Welt gekommen bin. Ich brauche morgens auf jeden Fall viel Kaffee, um in die Gänge zu kommen.

Und Frühstück?

Jennifer Aniston: Nein, dass lasse ich aus. Ich betreibe intermittierendes Fasten. Das ist gesünder für mich. Und bevor ich was esse, muss ich vormittags erst einmal Workout machen. Mein Blut musst richtig pumpen, so kann ich dann den Tag gut angehen.

Was für ein Fitnesstraining machen Sie?

Jennifer Aniston: Ich liebe Abwechslung. Ich boxe, mache Yoga, Zirkeltraining und Power Pilates. Nie dasselbe, damit es interessant bleibt.

Wie ist Ihr Verhältnis zum Ruhm? 

Jennifer Aniston: Ruhm heißt nicht, dass man auch Macht hat in der Branche. Aber ich will mich nicht beschweren. Ich weiß, wie weit ich gekommen bin. Ich fühle mich glücklich und gesegnet, dort zu sein, wo ich heute bin.

Wie groß war die Umstellung als Kinostar, wieder am Fernseh-Set zu sein?

Jennifer Aniston: Es war schwieriger als gedacht. Ich hatte vergessen, wie viel Material man lernen muss. Es waren sieben unheimlich intensive Monate. Aber wissen Sie was, es war die beste Zeit seit dem Ende von „Friends“!

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