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Markus Lanz: "Ich hatte schon drei Kinder, da war ich noch für keins reif"

BUNTE.de-Logo BUNTE.de 21.09.2019 BUNTE.de Redaktion
Markus Lanz: Schwanger mit 58 – für seinen Show-Gast findet er deutliche Worte © Christian Augustin/Getty Images Markus Lanz: Schwanger mit 58 – für seinen Show-Gast findet er deutliche Worte

Am Mittwochabend (18. September) war Dagmar Michalsky (59) in Markus Lanz' (50) Talkshow zu Gast. Die Autorin sprach über ihr spätes Mutterglück – sie brachte im vergangenen Jahr, mit 58 Jahren, eine Tochter zur Welt. "Der Kinderwunsch war mein ganzes Leben lang da", erzählte sie. "Ich habe aber immer wieder gemerkt, ich bin nicht reif. Irgendwas in mir hat gesagt, das geht nicht, du kannst kein Kind glücklich machen. Das war so ein Gefühl und nach dem Gefühl bin ich gegangen." Erst als sie ihren heutigen Partner (51) kennenlernte, wollte sie sich ihren Kinderwunsch erfüllen. Zu dem Zeitpunkt war sie 56 Jahre alt.

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Markus Lanz: Schwanger mit 58 – für seinen Show-Gast findet er deutliche Worte © ddp/INTERTOPICS/FoTe Press Markus Lanz: Schwanger mit 58 – für seinen Show-Gast findet er deutliche Worte

Markus Lanz bemühte sich, diese Entscheidung nachzuvollziehen, doch ganz wollte es ihm nicht gelingen. Er bohrte nach, warum sie sich denn gegen jede Vernunft und trotz aller Risiken dazu entschlossen habe. "Das Risiko hab ich überhaupt nicht gesehen", stellte Dagmar Michalsky klar. "Für mich war der Wunsch so klar und es war so klar, es wird so sein, dass ich überhaupt kein Risiko darin gesehen habe."

Eizellspende in Deutschland verboten

"Die Ärztin hat mich gelobt wegen meiner körperlichen Konstitution und hat gesagt, ‚Ach schade, Sie wären so eine tolle Mama‘", erinnerte sich die 59-Jährige in der Sendung. "In Deutschland dürfen die Ärzte das ja nicht aussprechen, das ist verboten. Ich hab eine Eizellspende bekommen. In Deutschland darf das nicht gesagt werden – und sie hat es auch nicht gesagt – aber irgendjemand hat mir gesagt, es gibt da eine Möglichkeit. Und ich hab dann recherchiert im Internet und wurde fündig." In Spanien bekam sie eine Eizellspende, ihr Partner gab – nachdem seine Sterilisation rückgängig gemacht wurde – Spermien dazu.

Ein großer Aufwand, fand Lanz, und ein hohes Risiko. Der in der Talkshow anwesende Gynäkologe Dr. Kay Löbbecke wies ebenfalls auf mögliche Komplikationen hin: "Ihr Fall ist sicher ein extremer Fall. Auch die europäischen Zentren, die eine Kinderwunschbehandlung mit Eizellen machen, haben eine Obergrenze von 50 Jahren. Und das aus gutem Grund, wegen der Risiken. Man sagt in Deutschland, eine 35-Jährige Erstgebärende hat eine Risikoschwangerschaft." Entsprechend hoch sei die Gefahr mit 58 Jahren und nochmal doppelt so hoch, da es sich um eine fremde Eizelle handelte. Der Arzt wies auf Bluthochdruckerkrankungen und lebensbedrohliche Schwangerschaftsvergiftungen hin. "Das Kindwohl steht an erster Stelle. Sie haben Glück gehabt, es ist alles gut verlaufen, Sie haben ein gesundes Kind."

Kurios: In der Sendung erzählte Dagmar Michalsky auch, dass ihr Kind sehr wohl ein Teil von ihr sei, anders als viele vermuten. "Ich wurde so informiert, dass die Eizelle wie ein Rohmaterial ist", sagte sie. "Der Embryo, der eingesetzt wird, absorbiert auch meine DNA und mein Körper entscheidet auch, welche Gene genommen werden. Ich habe also einen großen Anteil."

Dr. Löbbecke zeigte sich skeptisch. Äußere Einflussfaktoren spielen natürlich eine Rolle, doch diese Thematik sei noch nicht ausreichend erforscht. "Es ist natürlich so, dass die Kliniken im Ausland das den Patienten auch vorgeben, damit die das denken und auch mit einem besseren Gefühl in die Behandlung gehen", vermutet er. Doch die stolze Mutter bleibt dabei: "Ich hab einen Embryo aufgenommen, hab ihn in mir aufwachsen lassen, ihn genährt. Ich denke, da passiert schon eine Menge."

"Den Moment gibt's eigentlich nie"

Zum Ende der Sendung fragte Markus Lanz: "Haben Sie das Gefühl, da sind wir schon an moralische, an ethische, an gesundheitliche Grundsätze gestoßen? Das muss man nicht so machen..?" Auch nach der Diskussion scheint er nicht vom späten Mutterglück überzeugt zu sein."Ich möchte Frauen unterstützen", erklärte Dagmar Michalsky. "Ich muss doch reif sein als Mutter und ich bin jetzt reif. Ich kann meinem Kind alles mitgeben."

Doch auch das sieht Lanz anders."Ich hatte schon drei Kinder, da war ich noch für keins reif", scherzte er. "Den Moment gibt’s eigentlich nie."

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