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"Authentisch bin ich": Dschungel-Danni macht sich immer mehr Feinde

teleschau-Logo teleschau 14.01.2020 Rupert Sommer

Der Sadismus der RTL-Zuschauer kennt keine Gnade: Nicht nur Danni Büchner, die oft so unlustige Witwe, verliert so langsam den Überblick, in wie viele Dschungelprüfungen sie schon geschickt wurde. Und wie lustlos, aber selbstgerecht sie die meisten davon verbockt. Tag vier ließ Krisen eskalieren.

Das wäre zunächst einmal die "Heißer Stuhl"-Krise, die mal wieder ein schön fieses Wortspiel der "Dschungelcamp"-Autoren abgab, eigentlich die Ekelprüfung des Tages benennen sollte, dann aber doch zur zunehmend stinkigen Stimmung im Camp passte. "Ich habe wirklich Probleme, aufs Klo zu gehen", stöhnte die "Malle-Mama" den liebenswert-verpeilten Senioren-Boxer Sven Ottke an - und drängte ihn wieder in die passive Zuhörer-Rolle. "Ich war noch gar nicht seit fünf bis sechs Tagen", so Danni Büchner.

Dass sie die gemeinschaftliche Nutzung eines Plumpsklos für unter ihrer Würde empfindet, kann man verstehen. Ihre eigenwillig überdramatische Zählweise am immerhin doch erst vierten Camp-Tag dann doch weniger. Erleichtert musste man allerdings kurzfristig zugestehen: Offenbar kann die dauerlamentierende Schauspielerin offenbar doch noch eine andere Platte auflegen - wenn sie in ihrer Paradenummer als "La Büchnerin" nicht gerade von ihrem viel zu früh verstorbenen Gatten und den vielen Kindern daheim spricht. Vermutlich, um selbst einmal die kurzfristig innerlich verrutschten Drehbuchseiten, die sie offenbar zum öffentlichen Herunterleiern zu "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" mitgenommen hatte, mental neu zu ordnen, sprach sie also vom Stuhlgang. Beziehungsweise dem Ausbleiben des selbigen.

Elena entlarvt Danni als Lügnerin. So what?

Gut möglich, dass Danni dabei ein wenig durcheinander geriet. Üblicherweise sprechen die Busch-Camper, die nach mehreren Tagen Bohnen-Diät gerne mal zu Blähungen neigen, erst in der zweiten Woche so richtig über Klo-Katastrophen. Aber Danni Büchner lässt eben nichts anbrennen. Und so greift sie im offensichtlich von ihr selbst für sich selbst geschriebenen Script gerne mal ein wenig vor. "Authentisch bin ich - nä?", warf sie einfach so in die Runde. Und es dürfte so gut wie niemanden weder rund um die Lagerkochstelle noch in den heimischen TV-Haushalten geben, der ihr recht geben würde: Danni Büchner ist so authentisch wie Dieter Bohlen liebenswürdig, selbstlos und zurückhaltend ist.

Bräuchte es dafür eine Stimme, die ausspricht, was jeder wache Fan vor den Fernsehgeräten klarer sieht als Kloßbrühe? Eigentlich nicht! Aber Elena Miras, die den Zuschauern diesmal den Gefallen tat, in einer knalligen Bikini-Kombi auch in widerlichsten Fischabfälle- und Innereien-Brühe eine gute Figur abzugeben, hört man dann doch ganz gerne zu. "In meinen Augen ist sie nicht echt", sagte sie über Danni Büchner. Und hat damit sehr wahrscheinlich sehr recht. Freundinnen werden die beiden ohnehin nicht mehr werden. Aber die Büchnerin zieht ohnehin die Solo-Show vor. "Ich muss mich nicht mit jedem verstehen."

"Bachelorette"-Marco heult sich durch eine Joey-Heindle-Gedächnisshow

Was kann man ohnehin schon an Ehrlich- und Natürlichkeit von einer Truppe von Trash-TV-Gestählten erwarteten, die vor ihrem Einzug ins Camp vermutlich seit Jahren Staffel für Staffel die wiederkehrenden Mini-Dramen auswerteten, heimlich auswendig lernten und wiederkäuten? Ziemlich viele frühere "Dschungel"-Sendungen dürfte jedenfalls auch der immerhin "Bachelorette"- und "Bachelor in Paradise"-vorgeschulte Selbstdarsteller Marco analysiert haben. Er versuchte sich am vierten Camp-Tag an einer vorgezogenen Joey-Heindle-Gedächtnisnummer.

Wieder und wieder presste er aus dem Nichts irgendwelche Tränen hervor. Wand sich in Seelenqualen. Vermisste sehnlichst seine relativ neue Freundin (die er ebenfalls im TV kennengelernt hatte). Und sorgte sich um das unversperrt bei ihr im Hotel zurückgelassene Handy. Spätestens seit dem Kinohit "Das perfekte Geheimnis" weiß man ja, was alles so passieren kann, wenn die falschen Augen auf die falschen, weil höchst pikanten Botschaften treffen.

"Ich find's echt ultrahart hier", salbaderte Marco. "Ich vermisse Christina extrem." Schluchzen, Tränen, dann die angetäuschte Joey-Heindle-Drohung: "Ich würde am liebsten gehen". Marco ließ doch wirklich kaum einen Kniff aus, um seinen Gesprächspartner Raúl aus der "GZSZ"-Schule unter Tröst-Druck zu setzen.

Abends bei der Nachtwache wählte sich Marco, der offenbar unbedingt auch mal ein wenig Sendezeit rausschinden wollte, dann Elena als Abladestelle für kaum authentisch wirkende Gefühle. "Ich will nicht mehr hierbleiben", meinte er und griff voreilig zur ultimativen Waffe, die man nicht ungestraft leichtfertig einsetzen sollte. Marco liebäugelte - mit tränenduseligem Blick in die Kameras - mit dem "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!"-Ausstieg. Am nächsten Morgen in Australien war davon natürlich keine Rede mehr. Authentisch ist eben was anderes.

Täglich graust sich das Murmeltier

Am nächsten Morgen, kurz vor Mitternacht auf dieser Seite der TV-Erdkugel, ging es mit dem ganz realen Grauen weiter: Wieder einmal entschieden sich die Anrufer dazu, Danni Büchner in die nächste Dschungelprüfung zu schicken - in den "Gefahrstuhl". Und wieder wird sie dann die Augen ganz weit aufreißen, irgendwelches Zeug vom Sterben faseln, kreischen, mehr oder weniger versagen - und mit sich selbst zufrieden sein. Selbst für einen Show-Routinier wie Moderatorin Sonja Zietlow blieb da zum Schluss nur eine Frage offen: Wissen die Zuschauer eigentlich, dass sie nicht Danni, sondern alle anderen Beteiligten mit ihr im Rampenlicht bestrafen?

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