Durch Nutzung dieses Diensts und der damit zusammenhängenden Inhalte stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu.
Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.
VORHERIGES
CeBIT 2017: Japan wirbt für “Society 5.0”
NÄCHSTES
Für Märchenfans: “Die Schöne und das Biest” als Realfilm

“Die Reise der Pinguine” geht weiter

<p>2005 entdeckte die Kinowelt das Leben der Kaiserpinguine in der Antarktis, insbesondere deren beschwerliche Wanderungen zu den Brutstätten. Zwölf Jahre später gibt es eine Fortsetzung der mit dem Oscar ausgezeichneten Doku. In “Die Reise der Pinguine 2” folgt die Kamera einem jungen Pinguin, der sich von einem geheimnisvollen Ruf zur Reise ins Ungewisse locken lässt. Anlässlich der Premiere traf euronews-Reporter Philippe Mathieu französischen Filmemacher Luc Jacquet in der Antarktis-Ausstellung im Lyoner Musée des Confluences – und fragten ihn, was ihn erneut ins ewige Eis trieb. Luc Jacquet: “Als wir im vergangenen Jahr eine Expedition namens Antarctica speziell für diese Ausstellung durchführten, hatte ich schon seit Langem die Absicht, die unbekannte Seite des Kaiserpinguins zu erkunden. Das Universum des Ozeans, das wir beim ersten Film nicht filmen konnten. Damals drehten wir unter ziemlich rudimentären Umständen auf Super-16. Heute im 4K-Format sind die Bilder spektakulär. Und schließlich hatte ich das Gefühl, dass ich inzwischen besser Geschichten erzählen konnte – das wollte ich ausprobieren.” </p><p>Das Ergebnis: spektakuläre Unterwasseraufnahmen, die nicht nur den Kaiserpinguin in einem neuen Licht zeigen. Luc Jacquet: “Wir hatten ein fünfköpfiges Taucherteam, das in 70 Meter Tiefe abtauchte. Das war eine Weltpremiere, so tief war vorher noch jemand in der Antarktis getaucht. Und so haben wir die perfekte Schönheit des Kaiserpinguins unter Waser entdeckt. Das war an sich nicht neu. Aber die Qualität dieser Tiefseeumgebung die Farben und die Kreaturen, das war unglaublich.” </p><p>Der Film zeigt vor allem, wie wichtig der Klimaschutz ist. Denn in der Antarktis sind die zum Teil paradox anmutenden Auswirkungen der Klimaerwärmung bereits zu spüren. Luc Jacquet: “Das ist eine intuitive Beobachtung. Wir sehen heute viel größere Packeismassen in der Antarktis, als erwartet. Die wissenschaftliche Erklärung dafür ist, dass auf dem antarktischen Kontinent eine große Menge Süßwasser schmilzt, das schneller als Meereswasser gefriert, bei 0 statt bei -1,8 Grad. Angesichts dieser grandiosen Landschaft und dieser rührend zutraulichen Tiere, sagt man sich: “Das darf nicht einfach untergehen, ich möchte, dass meine Kinder, dass unsere Kinder das erleben können’. Das ist also ein ziemlich emotionales Element. Aber wir Menschen können auf diesem Planeten nur leben, wenn er funktioniert. Wir sind alle mit einander verbunden. Wenn wir alles auseinander nehmen, ziehen wir den Kürzeren. Und die Antarktis ist ein Teil, den wir brauchen und beschützen müssen.” “Die Reise der Pinguine 2” kommt vermutlich im Herbst auf die deutschsprachigen Leinwände.</p>
image beaconimage beaconimage beacon