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Markgräfliches Opernhaus Bayreuth in neuem Glanz

Nachdem die UNESCO 2012 das Markgräfliche Opernhaus in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen hatte, wurde es kurze Zeit später für umfangreiche Instandsetzungsarbeiten geschlossen. Sechs Jahre dauerten die Sanierungsarbeiten. Fingerdicke Risse im ganz aus Holz gefertigten Logentheaterbau mussten geschlossen werden. Im Mittelpunkt stand dabei die Bewahrung der originalen Substanz. Entfernt wurde der nachträgliche Einbau von 1936/37 am Bühnenprospekt. Damit erhält die Bühnenöffnung wieder dieselbe Größe wie im 18. Jahrhundert. Zeitweise nahmen bis zu 30 Restauratoren die Mal- und Schmutzschichten ab. Nach einem Wassereinbruch 2014 musste zudem die Haus- und Bühnentechnik erneuert werden. Aus den geplanten 19 Millionen für die Restaurierung wurden 30 Millionen Euro, die der Freistaat Bayern investierte. Zum Festakt am Donnerstag präsentiert sich das Logentheater wesentlich lichter und heller als 2012 - wie zur Zeit der Markgräfin Wilhelmine. Sie ließ das Gebäude 1746 bis 1750 erbauen. Es wurde eines der spektakulärsten Festhäuser Europas und ist heute das einzige noch erhaltene Beispiel für Hofopernarchitektur in Europa, in dem die Kultur und Akustik der barocken Hofoper authentisch erlebbar sind. Neben seiner musealen Nutzung wird das Opernhaus vorrangig in den Sommermonaten mit Konzerten und szenischen Aufführungen bespielt werden. Damit hat Bayreuth neben Richard Wagners Festspielhaus auf dem Grünen Hügel ein weiteres touristisches Highlight. fm/ch (dpa, faz.net, Bayerische Schlösserverwaltung)
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