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Royale Hochzeit: So irre gings in London ab

Swyrl.tv-Logo Swyrl.tv 24.05.2018 Sarah Schindler
Egal ob London oder Windsor: Niemand kam um den Hype rund um die royale Hochzeit herum! Wir waren vor Ort in der britischen Hauptstadt. © Richard Heathcote/Getty Images Egal ob London oder Windsor: Niemand kam um den Hype rund um die royale Hochzeit herum! Wir waren vor Ort in der britischen Hauptstadt.

Da kullerte beim ein oder anderen ein Tränchen vor Rührung über die Wange: Am Samstag gaben sich Prinz Harry und Meghan Markle in Windsor das "Ja"-Wort in einer romantischen Zeremonie. Unsere Autorin hat den Stimmungs-Check in London gemacht. Wie haben die Briten das Event erlebt?

London, 16.00 Uhr, am Freitag vor DER Hochzeit des Jahres: Ich sitze am Trafalgar Square und schaue den Touristenmassen dabei zu, wie sie in ins Nationalmuseum strömen. Dabei trinke ich meinen Kaffee aus einer Tasse. Einer ganz normalen Tasse? Weit gefehlt! Denn bevor ich sie an die Lippen setze, grinsen mich Harry und Meghan an. Sie zieren meine Souvenir-Tasse, deren Kauf ich einfach nicht widerstehen konnte.

Am vergangenen Samstag heirateten Prinz Harry und die amerikanische Schauspielerin Meghan Markle und, obwohl die Hochzeit nicht in London, sondern in Windsor stattfand, war es kaum möglich, sich in der Hauptstadt einem gewissen royalen Flair zu entziehen. Harry und Meghan an jeder Ecke. Sei es in Form von Souvenir-Tassen mit Ramschpotential oder hochwertigem Porzellan mit Initialen und Hochzeitsdatum im Tower of London. Wer auf königlichen Firlefanz steht, war hier genau richtig.

Nicht nur auf Trinkgefäßen strahlten den Touristen und Einheimischen die beiden nun frisch vermählten entgegen, sondern auch von Geschirrtüchern, Sushi-Boxen mit Hochzeitsthema, Pappmasken und natürlich den obligatorischen Fähnchen. Ein Must-Have für jeden, der am Samstag in Windsor mitfeiern wollte. A propos Windsor: Man konnte in London nur erahnen, was in dem kleinen Dorf schon im Vorfeld abgegangen sein muss. Denn im Gegensatz zu den Londonern, die dieses Mal eher reserviert waren, waren die Menschen in Windsor völlig aus dem Häuschen. Heiratet doch ihr Harry, der seine Schulzeit in Eton, nicht weit vom Schloss verbrachte und durchaus auch schon einmal in einem Lieblingspub an Windsors "Hauptstraße" ein Pint zu sich genommen hat.

Abgesehen von den Einwohnern strömten Tausende Touristen in die beschauliche Gemeinde um live bei der Trauung und vor allem der Parade dabei zu sein. Verrückte Amis mit Fähnchen im Haar feierte Arm in Arm mit mindestens genauso durchgeknallten Briten. Ach, wie schön!

Keine Frage: Die königliche Familie Großbritanniens strahlt nach wie vor ein gewisses Flair aus, dem man sich nur schwer entziehen kann. Egal, ob man das nun als gut oder schlecht empfindet, um die Royals kommt man auf der Insel nicht herum. Schon gar nicht, wenn eine Hochzeit ansteht. Denn eben genannte Souvenirs sind nur ein kleiner Teil dessen, was man so erstehen konnte.

Außerdem konnten (Wett-)Begeisterte auch, was in Großbritannien bei so ziemlich jedem Event möglich ist, auf verschiedenste Dinge bezüglich der Hochzeit wetten. Ob Prinz William ein Toupet tragen würde oder von wem Meghans Kleid geschneidert wurde. Außerdem luden natürlich verschiedene Pubs zum Public Viewing ein und kredenzten passend dazu spezielle Drinks.

Zwar habe ich erwartet, dass in London deutlich mehr Bohei um die royale Hochzeit gemacht wird, aber dadurch, dass alles im nahegelegenen Windsor stattgefunden hat, blieb der große Hype in der Hauptstadt aus. Trotzdem konnte man hier durchaus erahnen, wie verrückt die Briten sein können, wenn es um ihre Royals geht. Denn zappte man sich durchs britische Fernsehen oder schaute abends in den "Evening Standard" so wurde schnell klar, wie außergewöhnlich das Ganze wirklich ist. Da wundert man sich irgendwann nicht einmal mehr über Moderatoren in Union-Jack-Anzügen oder einer stundenlangen Diskussionsrunde über die wohl auftrumpfenden Hüte und Fascinator der weiblichen Gäste.

Ein bisschen bescheuert ist das ja schon - aber auch ein bisschen schön. Lenkt es doch nicht nur die Briten für einen Augenblick vom Ernst des Lebens ab. Und dafür ist eine Hochzeit in royalen Kreisen allemal gut.

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