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„Die Hilfe kommt an“: Kölner „Tatort“-Kommissare engagieren sich

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger vor 3 Tagen ksta
20 Jahre Tatort-Verein: Shay Cullen (v.l), Marlyn Capio, Joe Bausch. Dietmar Bär, Klaus J. Behrendt,Ulrike Thönniges. © Banneyer 20 Jahre Tatort-Verein: Shay Cullen (v.l), Marlyn Capio, Joe Bausch. Dietmar Bär, Klaus J. Behrendt,Ulrike Thönniges.

Es war ihr dritter Tatort als Kölner Kommissare, der die Schauspieler Klaus J. Behrendt (in der Rolle als Max Ballauf) und Dietmar Bär („Freddy Schenk“) bei den Dreharbeiten zur „Manila“-Folge auf die Philippinen führte. Die auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte drehte sich um Menschenhandel, Sextourismus und Kinderprostitution. Das ist nun gut 20 Jahre her. 

Damals lernten die beiden TV-Kommissare in Manila den engagierten irischen Pater Shay Cullen und dessen Kinderschutzzentrum „Preda“ kennen, in dem er sich für missbrauchte und inhaftierte Kinder einsetzt. „Zum ersten Mal in Asien, mit der Geschichte und den Eindrücken im Kopf entstand die Idee, zu helfen“, erinnern sich Bär und Behrendt.

Und so entstand der Verein Tatort – Straßen der Welt – später kam noch Kollege Joe Bausch hinzu –, der jetzt mit einer Abendfahrt auf dem KD-Schiff „MS Loreley“ sein 20-Jähriges Bestehen feierte.

Hilfe für 15-Jährige aus Manila

Neben den drei Tatort-Darstellern, die sich selbst als „Neon-Reklame“ des in Köln ansässigen Vereins um Geschäftsführerin Ulrike Thönniges bezeichneten, waren viele ehrenamtliche Helfer gekommen und auch Pater Cullen und Marlyn Capio waren aus Manila angereist. Die Entführung der damals 15-jährigen Marlyn nach Deutschland hatte als Vorlage für den Krimi gedient. Inzwischen hat sie mit Unterstützung des Tatort-Vereins Abitur gemacht und studiert.

Im Preda-Projekt hilft sie heute als Sozialarbeiterin den Kindern, die ein ähnliche Schicksal erlebt haben wie sie selbst. Dort wohnen derzeit 50 Mädchen und 30 Jungen in zwei Häusern, die der Tatort-Verein erbaut hat. „Das Projekt funktioniert, die Hilfe kommt an“, weiß Thönniges. „Insgesamt sind in den Jahren rund 880.000 Euro an Spendengeldern unseres kleinen Vereins dort hin geflossen.“

Dreharbeiten in Köln bis Anfang Mai

Außer auf den Philippinen engagiert man sich auch noch in Swasiland und Kenia beim Bau von Schulen, unterstützt Tetanus-Impfungen und den fairen Handel sowie hierzulande vor allem die Aktion „Wir starten gleich“, mit der I-Dötzchen aus armen und benachteiligten Familien mit Schulranzen versorgt werden.

„Das werden wir alles auch weiterhin unterstützen“, kündigen Bär und Behrendt an, die gerade einen nächtlichen Dreh unter Eisenbahntunneln in Buchforst hinter sich hatten. Noch bis Anfang Mai werden in Köln und Umgebung noch mit Regisseur Sebastian Ko Szenen für die neue Tatort-Folge „Der tiefe Sturz“ aufgenommen.

www.tatort-verein.org

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