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Lili Paul-Roncalli macht das Tanzstudio zu ihrer Manege

RP ONLINE-Logo RP ONLINE vor 2 Tagen RP ONLINE

Köln. 264 von 270 möglichen Punkten: So umkämpft war das Finale zwischen Luca Hänni, Lili Paul-Roncalli und Moritz Hans. Mit der Zirkusartistin gewinnt erstmals seit 2016 wieder eine Frau die RTL-Tanzshow.

 Schon in früheren Folgen (Archivfoto) begeisterten Lili Paul Roncalli und der Profitänzer Massimo Sinato das Publikum. © Rolf Vennenbernd Schon in früheren Folgen (Archivfoto) begeisterten Lili Paul Roncalli und der Profitänzer Massimo Sinato das Publikum.

Eine Woche, zwei Finalshows, keine Zuschauer: Es sind besondere Zeiten in Fernseh-Deutschland. Schon ProSieben musste Corona-bedingt am Donnerstagabend beim Finale von Germany‘s Next Topmodel in Berlin auf sein Publikum verzichten - und darüber hinaus auch auf Model-Mama Heidi Klum, die aus Los Angeles dazugeschaltet wurde. Am Freitag dasselbe Bild in Köln-Ossendorf. Beim Finale der Tanz-Show „Let‘s Dance“ standen leere Stühle statt jubelnder Fans im Studio.

Doch während GNTM trotz wilder Showeinlagen, Ex-Kandidaten und Gästen sein Finale mit Vollgas an die Wand fuhr, lieferte „Let’s Dance“ am Freitag mit hohem Unterhaltungsfaktor und vielen Emotionen eine würdige letzte Show der Staffel ab.

Vielleicht lag es daran, dass die Tanzshow bereits seit Wochen ohne Publikum auskommen muss. Vielleicht aber auch daran, dass die Show über vier Stunden Sendezeit ein buntes Potpourri aus Promi-Tänzen, Profi-Showeinlagen und flott zusammengeschnitten Rückblicken anbot - mit dem gewohnt lockeren Moderator Daniel Hartwig, der auch die ab und an holprig anmutenden Ansagen von Kollegin Victoria Swarovski kaschierte.

Luca Hänni hingegen bekam die Finalatmosphäre anscheinend gar nicht gut. Der DSDS-Sieger von 2012 kämpfte bei den ersten beiden von drei Tänzen sichtlich mit Nervosität. Sowohl im Jurytanz (Salsa) als auch im Lieblingstanz (Quickstep) unterliefen ihm mit seiner Tanzpartnerin Christina Luft kleine Flüchtigkeitsfehler. Das war der Jury jeweils „nur“ 27 Punkte wert.

Unterdessen räumten die Konkurrenten Lili Paul-Roncalli und Moritz Hans für diese beiden Tänze die volle Punktzahl ab. Überraschungsfinalist Moritz Hans krönte damit seine Entwicklung vom Klettermax zur Tanzmaus: Wohl die wenigsten Zuschauer hätten dem Sportkletterer im Februar Rhythmus- und Taktgefühl oder gar einen soliden Hüftschwung zugetraut. Nun performte er gemeinsam mit Renata Lusin eine Rumba und einen Charleston in einer Qualität, als wäre er die letzten Jahre nicht an der Kletterwand, sondern auf dem Tanzparkett heimisch gewesen. Keinen Patzer leistete sich auch Lili Paul-Roncalli mit ihrem Tanzpartner Massimo Sinató beim Cha Cha Cha und bei der Rumba. Volle Begeisterung, volle Punktzahl.

Zum großen Abschluss des Finals und dem Highlight jeder Staffel - den Freestyle-Tänzen - waren dann alle drei Promis auf dem absoluten Leistungshöhepunkt. Luca Hänni sahnte zum Soundtrack des Animationsfilms „Sing“, in dem er selbst eine Synchronisationsrolle hat, endlich auch seine ersten 30 Punkte des Abends ab. Moritz Hans entführte die Zuschauer in den Disney-Klassiker „Die Schöne und das Biest“ und krönte seinen Abend mit insgesamt 90 Punkten.

Dasselbe gelang Lili Paul-Roncalli, die sich mit ihrer Performance zu „1000 und einer Nacht“ ebenfalls im Disney-Kosmos bewegte und die maximale Punkteausbeute erreichte. Dass die 22-Jährige nach ihrem emotionalen Abschlusstanz in Tränen ausbrach, war wohl auch den missgünstigen Kommentaren in den sozialen Netzwerken geschuldet. „Mir wurde gesagt, dass ich nicht gewinnen werde, weil ich eine Frau bin“, erklärte die 22-jährige Artistin.

Falsch gedacht! Nach dem Sieg von Moderatorin Victoria Swarovski im Jahr 2016 hatten zwar nur noch männliche Promis gewonnen. Doch Lili Paul-Roncalli beendete die Let’s-Dance-Siegesserie der Männer. Mit gleicher Jury-Punktzahl, aber weniger Zuschaueranrufen landete Moritz Hans auf dem zweiten Platz, Luca Hänni blieb nach seinem holprigen Start in das Finale nur Platz drei.

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