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100 Jahre Negroni: Der Graf und sein Getränk

Nicht jedes Getränk kann von sich behaupten, Jahr für Jahr mit einer eigenen Festwoche geehrt zu werden. Der Negroni kann. Seit 2013 feiern tausende Lokale weltweit den italienischen Aperitif, der dem Ursprungsrezept nach aus drei Zutaten besteht: Gin, Wermut und Campari. Macht eine hochprozentige Erfrischung mit leicht bitterer Note. Mittlerweile gibt es jede Menge Negroni-Abwandlungen und -varianten - sogar mit Wodka oder Whiskey. „In den vergangenen vier, fünf Jahren haben klassische Drinks eine Wiederauferstehung erlebt, also passt der Negroni perfekt zu einer WallStreet-Institution wie Harry's“, sagt Faith O'Gorman von der Geschäftsleitung der New Yorker Kneipe. Graf Camillo Negroni soll - so wird überliefert - 1919 in Florenz einen Americano-Cocktail mit Gin verlangt haben - der Negroni war geboren. Doch wie für das Getränk selbst gibt es auch für dessen Entstehung mehrere Varianten – etwa, dass eigentlich einer seiner Vorfahren die Mischung bereits Jahre vorher erdachte und genoss. Der Graf jedenfalls wird als Lebenskünstler beschrieben, der auch sein Glück im Wilden Westen versuchte. Der Getränkehistoriker David Wonderich erläutert: „Er war Cowboy in Montana und in Alberta in Kanada. Dann hat er sich als Zocker versucht und ein paar Jahre lang auch als Fechtlehrer in New York gearbeitet. Negroni war sportlich und hat wahrscheinlich einige amerikanische Gewohnheiten angenommen. Er wollte, dass der Drink ein paar mehr Umdrehungen hat.“ euronews-Reporterin Michela Monte kommentiert: „Die New Yorker haben Graf Negroni nicht vergessen. 100 Jahre später feiern sie sein Erbe mit neuem Enthusiasmus.“
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