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Ausschreitungen bei Protesten im Libanon

Angesichts heftiger Proteste gegen die Regierung im Libanon blieben viele Geschäfte und Schulen im Land geschlossen. Dichte schwarze Rauchwolken lagen über Teilen der Hauptstadt Beirut, nachdem Demonstranten Straßenbarrikaden und Autoreifen angezündet hatten. In der Nacht zu Freitag gingen Tausende Menschen in mehreren Städten auf die Straße. Die Polizei setzte in Beirut Tränengas gegen die Demonstranten ein. "Die Menschen verhungern, sie sterben. Die Verbrechen nehmen zu und die Diebstähle nehmen zu, egal was die Regierung tut, weil die Menschen verhungern. Jeder Haushalt hat sechs bis sieben Kinder. Wie wollen sie sie ernähren?". Die Proteste richten sich auf eine geplante Gebühr auf Sprachanrufe. Am Vortag hatte Informationsminister Dschamal Dscharra eine tägliche Gebühr von 20 Cent auf die Nutzung von Kommunikationsdiensten wie WhatsApp bekannt gegeben. Nur Stunden später verkündete Telekommunikationsminister Mohammed Schukair, dass die Änderung nicht in Kraft treten werde. Die Proteste gingen dennoch weiter. Der Libanon mit 6,8 Millionen Einwohnern, kämpft mit einer Wirtschaftskrise. Die Staatsverschuldung liegt bei 86 Milliarden US-Dollar, es ist einer der höchsten Schuldenstände weltweit.
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