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Goldener Bär für "Synonymes" von Nadav Lapid

Das Drama "Synonymes" über einen jungen Israeli hat bei der Berlinale überraschend den Goldenen Bären gewonnen. Regisseur Nadav Lapid erzählt darin die Geschichte eines Mannes, der in Paris seine israelischen Wurzeln hinter sich lassen möchte. Den Gewinner des Hauptpreises gab Jurypräsidentin Juliette Binoche am Samstagabend in Berlin bekannt. Den Großen Preis der Jury holte der französische Regisseur François Ozon mit "Gelobt sei Gott" über Missbrauch in der katholischen Kirche. Auch deutsche Kandidaten waren bei den 69. Internationalen Filmfestspielen erfolgreich. So ging der Silberne Bär für die beste Regie an Angela Schanelec. Die 57-Jährige erzählt in "Ich war zuhause, aber" davon, wie eine Mutter mit dem Tod ihres Partners umgeht. Es ist aber auch ein Film über die Kunst an sich. Das Drama "Systemsprenger" der deutschen Regisseurin Nora Fingscheidt bekam den Alfred-Bauer-Preis. Damit wird ein Spielfilm geehrt, der "neue Perspektiven eröffnet". Der Film handelt von einem gewalttätigen Mädchen, das von einer Unterbringung in die nächste geschoben wird und das Jugendhilfesystem an seine Grenzen bringt. Die Berlinale gehört neben Cannes und Venedig zu den wichtigsten Filmfestivals der Welt. Es ist das erste Mal, dass ein Regisseur aus Israel den Goldenen Bären gewinnt. Der Goldene Bär für den besten Kurzfilm der 69. Berlinale geht an die deutsche Produktion "Umbra" von Florian Fischer und Johannes Krell. Den Silbernen Bären gewann "Blue Boy" von Manuel Abramovich. "Rise" von Bárbara Wagner und Benjamin de Burca bekam den Audi Short Film Award. Die Autoren des italienischen Films "Piranhas" sind mit dem Silbernen Bären für das beste Drehbuch geehrt worden. Zum Team gehören der Romanautor und Mafiakritiker Roberto Saviano sowie Maurizio Braucci und Claudio Giovannesi. Der Film handelt von einer Jugendbande in Neapel, die in die Kriminalität abrutscht. Der Kameramann Rasmus Videbæk des skandinavischen Films "Pferde stehlen" einen Silbernen Bären gewonnen. Damit ehrte die Jury am Samstagabend in Berlin bei der Verleihung der Festivaltrophäen eine "herausragende künstlerische Leistung". Das Familienepos von Hans Petter Moland beruht auf einem Roman von Per Petterson und erzählt von einer komplizierten Vater-Sohn-Beziehung in der Nachkriegszeit.

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