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Dänemark: Schon 13,4 Mio. Euro für Polizeischutz von Politikern

Polizeischutz für Politiker kommt die Dänen teuer zu stehen. Insgesamt gingen in diesem Jahr bis zur Parlamentswahl am 5. Juni 100 Millionen dänische Kronen (13,4 Mio Euro) dafür drauf, davon allein 69 Millionen dänische Kronen (12,85 Mio Euro) während des Wahlkampfes. Teuerster Posten ist nach Einschätzung der dänischen Nationalpolizei der Polizeischutz von Rasmus Paludan, dem Chef der islam- und einwanderungsfeindlichen Partei "Stram Kurs" ("Strammer Kurs"). Doch der weist alle Schuld von sich. Die freie Meinungsäußerung müsse um jeden Preis geschützt werden: "Ich werde immer sagen, was ich für notwendig halte, damit Dänemark wieder ein freies und wirklich christliches westeuropäisches Land wird." Paludan ist in Dänemark umstritten - er provoziert gern in der Öffentlichkeit und war erst im April wegen rassistischer Äußerungen zu 14 Tagen Haft verurteilt worden. Die Sicherheit der Politiker zu garantieren ist mit einem hohen Personalaufwand verbunden. Andere Kriminalfälle stapeln sich unterdessen auf den Schreibtischen der Beamten. Claus Oxfeldt ist Chef der dänischen Polizeigewerkschaft, er sagt: "Die Polizei musste alle möglichen Aufgaben priorisieren. Das sind Fälle, die schon längst hätten gelöst werden können." Was die Polizeiressourcen betrifft, so ist der Wahlkampf für Paludan und seine im Juli 2018 gegründete Partei erst der Anfang: "Ich denke, der Polizeischutz wird noch mehr werden, denn der "Stramme Kurs" hat seine Arbeit gerade erst begonnen." Bei den jüngsten Parlamentswahlen gewannen die Sozialdemokraten - Paludans Partei scheiterte an der 2-Prozent-Hürde.
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