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14 Tote in 24 Stunden: Gewalt in Libyen eskaliert

Die Lage in Libyen droht zu eskalieren. Bei Raketenangriffen auf ein dicht besiedeltes Wohngebiet nahe Tripolis starben über ein Dutzend Menschen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und die UNO äußerten sich besorgt über die Menschenrechtslage in dem nordafrikanischen Land. Der abtrünnige libysche General Chalifa Haftar hatte Anfang April eine Offensive gestartet – mit dem Ziel, die Hauptstadt Tripolis einzunehmen. Ihm stehen die Streitkräfte der international anerkannten Regierung gegenüber. 14 Tote in 24 Stunden Laut Vereinten Nationen wurden seit Ausbruch des Konflikts knapp 200 Menschen getötet und 800 verletzt. UN-Sprecher Stéphane Dujarric sagte heute in New York: "Die Zahl der Menschen, die aufgrund der Kämpfe in und um Tripolis vertrieben wurden, geht nach Angaben der UN-Migrationsagentur auf die 20.000 zu. Mehr als 2.500 Menschen mussten allein in den letzten 24 Stunden fliehen." In dieser Zeit seien 50 Zivilisten der Gewalt zum Opfer gefallen, 14 von ihnen seien tot. Diese Zahlen stellten Fälle dar, die einzeln überprüft werden könnten, und daher als Minimum anzusehen seien, so Dujarric weiter. UNHCR-Arbeit in Flüchtlingslagern durch Krise erschwert Laut UN verschärft der Konflikt auch die Situation in den vielen libyschen Flüchtlingslagern – in denen die Lebensbedingungen meist ohnehin schon unmenschlich sind. Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR bemühte sich in den vergangenen Monaten nach eigenen Angaben das zu ändern. Doch die Kämpfe drohten, die Fortschritte wieder zunichte zu machen. Libyen ist ein wichtiges Transitland für Migranten auf dem Weg nach Europa. Nicht selten endet ihre Flucht dort.
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