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Blutiger Ostersonntag: Augenzeugen berichten nach Anschlägen in Sri Lanka

Nach dem blutigen Ostersonntag in Sri Lanka ist der Schock auf der ganzen Welt groß. Bei der Anschlagserie, die sich vor allem gegen Christen und Urlauber richtete, kamen mehr als 200 ums Leben . Augenzeugen berichteten von den Geschehnissen. "Ich habe die Explosion gehört und dann ist das Dach auf uns gefallen. Wir nahmen die Kinder und rannten zur Hintertür raus. Aber als ich ins Krankenhaus kam, sah ich meinen Schwager und meinen Sohn auf dem Boden", erzählte ein Mann. "Es gab eine laute Explosion. Um etwas zu sehen, kletterte ich auf das Dach. Etwa einen Kilometer weiter konnten wir weißen Rauch sehen. Das war genau der Moment, in dem ein Helikopter vorbeiflog", erinnerte sich ein anderer. Laut dem Ministerpräsident Sri Lankas, Ranil Wickremesinghe, lagen vor den Anschlägen beim Geheimdienst Hinweise auf die Taten vor. Es müsse untersucht werden, warum keine entsprechenden Maßnahmen ergriffen worden seien, sagte er. Und weiter: "Ich sehe das als eine ernste Situation an, die darauf abzielt, das Land und die Wirtschaft zu destabilisieren. Ich verurteile diesen Angriff auf religiöse Institutionen und einige Hotels in der Hauptstadt aufs Schärfste." Seit dem Ende des Bürgerkriegs - also, seit zehn Jahren - hat es in Sri Lanka keinen größeren Anschlag gegeben. Davor kämpften 26 Jahre lang Rebellen gegen die Armee des Landes. Die UN wirft beiden Seiten Kriegsverbrechen vor.

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