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China: Schanghai lernt Mülltrennung

Ein Mülleimer für alles, das war einmal. Seit Anfang Juli sollen die Menschen in Schanghai ihre Abfälle trennen. Seitdem ist das Thema Stadtgespräch Nummer 1, denn die Regeln sind vielen noch nicht klar, so auch für Lao Liu. "Es gibt vier verschiedene Arten Müll", sagt er, "aber ich weiß wirklich nicht so genau, welche vier Arten das sind." Trockener und feuchter Restmüll, Sondermüll und Recycling: Das sind die Kategorien. Nicht selten sieht man in der chinesischen Stadt Menschen, die sich fragen, wohin ihre Flusskrebs-Reste gehören oder ob sie ihren halb aufgetrunkenen Bubble-Tea vom gebrauchten Plastikbecher trennen müssen. 1700 Berater sollen den rund 25 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern Schanghais dabei helfen, das System zu verstehen. Wer sich trotzdem noch nicht zurechtfindet, dem helfen Apps weiter, die den Müll erkennen und kategorisieren. "Jeder Ladenbesitzer kennt die neuen Regeln", so der Restaurantbetreiber Ye Dawang, "weil die Regierung sich schon seit langem dafür einsetzt." Ein Verstoß gegen die Vorschriften kostet umgerechnet fast 30 Euro Bußgeld. Für Gewerbetreibende können die Strafen in die Tausende gehen. Schanghai ist Teil eines Pilotprojekts, das auch in anderen chinesischen Metropolen läuft. Die Stadt will erreichen, dass der komplette Abfall irgendwann reduziert wird. Die Pekinger Regierung plant, das System auszuweiten. Präsident Xi Jinping hat die Einführung standardisierte Mülltrennung zu einem der wichtigsten kurzfristigen Ziele des Landes erklärt, wie die "South China Morning Post" berichtet . China schränkte zudem die Abfallimporte aus anderen Ländern ein. Die 1,4-Milliarden-Einwohnerrepublik ist nach den USA der größte Müllproduzent der Welt.

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