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Die Dolomiten: ein Paradies für Eiskletterer

SPRECHER: Die Dolomiten in Südtirol sind ein Wintersportgebiet der Superlative. Vom Grödnertal aus können Besucher in wenigen Minuten per Seilbahn die Pisten zwischen dem Berg „Langkofel“ und dem Sellamassiv erreichen – auf mehr als dreitausend [zweitausend] Metern Höhe. HUBERT MORODER (Bergführer): Wir sind einer [eines] der schönsten Skigebiete – wenn nicht das schönste Skigebiet – weltweit, verbunden mit sehr vielen Pisten. Man kann nicht nur Ski laufen bei uns, man kann langlaufen, man kann rodeln, man kann eisklettern, man kann wirklich alles, was mit Winter zu tun hat, kann man hier auf engem Raum machen. SPRECHER: Tausende Pistenkilometer in allen Schwierigkeitsgraden bietet Europas größte Skiregion „Dolomiti Superski“, ein Verbund von insgesamt zwölf Skigebieten. Touristen aus aller Welt haben hier Spaß im Schnee. MANN: Die Pisten sind alle miteinander verbunden und die Abfahrten lang, das macht Spaß. FRAU: Gucken Sie die Kulisse an, darum kommen wir gerne her. FRAU: Es ist toll und man isst gut! SPRECHER: Immer beliebter ist Eisklettern an den vielen zugefrorenen Wasserfällen in der Region – wie hier am 35 Meter hohen Tervela-Wasserfall bei Sankt Christina im Grödnertal. Auf der anderen Seite wartet das nächste Highlight: Bergführer Hubert Moroder will mit zwei Touristinnen den Eisfall Pilon besteigen. Das Naturdenkmal ist 20 Meter hoch und sehr beliebt in der Kletterszene. Der erfahrene Eiskletterer und Bergführer zeigt, worauf es ankommt. HUBERT MORODER (Bergführer): Du schaust, den Fuß Richtung Mitte zu stellen, bisschen höher steigen und dann rechts, wieder in der Mitte, ein bisschen nach links und dann nach rechts, [so]dass wir den Eispickel immer in der Mitte vom Körper haben. SPRECHER: Bevor die Anfängerinnen loslegen, klettert Hubert Moroder vor und befestigt das Sicherungsseil an speziellen Haken. HUBERT MORODER (Bergführer): Am Anfang wird die Stelle so zweimal gekratzt, bis ’s richtig beißt, und dann kann man den ... SPRECHER: Daran können bis zu vier Personen gesichert werden. Das ist wichtig, denn besonders bei den ersten Versuchen verlieren Anfänger oft den Halt und fallen ins Seil. Lockeres Eis schlägt der Bergführer zur Sicherheit weg. Nach einer Viertelstunde müssen die beiden Frauen erst einmal verschnaufen. MANUELA SIMBULA: Man muss den richtigen Punkt suchen und ausprobieren, wo das Eis dich hält. VERENA KOSTNER: Anfangs hatte ich schon Angst, da ich Angst hatte, dass das Eis bricht, weil ich ja so was noch nie gemacht habe, aber nein, es hält und es ist ziemlich hart. SPRECHER: Auch für geübte Bergsteiger ist Eisklettern eine ganz neue Erfahrung. Eispickel und Steigeisen muss man kräftig ins spröde Eis schlagen. Dabei wird einem trotz Eiseskälte schnell warm. Hubert Moroder führt regelmäßig kleine Gruppen ins Eis, überall in den Dolomiten. HUBERT MORODER (Bergführer): Ich finde das ganz toll. Man hinterlässt keine Spuren. Es bildet sich immer ein bisschen anders, es ist nie gleich schwierig wie das Jahr zuvor. Und man kann immer andere Wasserfälle entdecken, die man vielleicht ... die letztes Jahr nicht gefroren waren, heuer sind sie wieder gefroren, und ich finde das sehr toll. SPRECHER: Für die Pause zwischendurch gibt es zahlreiche Berghütten. Die sind im Winter nur per Seilbahn oder Ski zu erreichen und wetteifern mit kulinarischen Spezialitäten. Manche Gäste kommen nur deswegen hier hoch. Die Sofie-Hütte auf der Seceda-Alm in 2400 Metern Höhe ist wegen ihrer Gourmet-Küche und ihres italienischen Flairs besonders beliebt. Hüttenwirt Markus Prinoth serviert traditionelle Südtiroler Kost und eigene Kreationen. MARKUS PRINOTH (Wirt): Wir versuchen, regionale Produkte zu verwenden, zum Teil Bioprodukte. Wir haben aber auch eine mediterrane Küche, eine internationale Küche, wobei wir sehr [darauf] achten, dass die Grundprodukte nicht zu sehr manipuliert werden, um den Eigengeschmack beizubehalten. SPRECHER: In den Dolomiten warten noch viele Eisfälle darauf, erklommen zu werden – allerdings nur nach einem längeren Aufstieg. Das Eisklettern boomt in Südtirol. Ein Grund: Viele Wasserfälle sind monatelang kletterfest. Ein Schnupperkurs kostet etwa 125 Euro. Die nötige Ausrüstung kann man ausleihen. Ein halber Tag reicht, um das Klettern am Eisfall auszuprobieren.
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