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Die Flasche darf bleiben: Müllsammler in Tschernobyl

Tschernobyl: verstrahlte Landschaft, radioaktiver Müll. Müll, der noch Jahrtausende ein Problem sein wird. Aber die freiwilligen Müllsammler, die sich mit weißen Schutzanzügen und Handschuhen bekleidet im Umfeld des Kraftwerks auf die Suche begeben, reinigen die Gegend von ganz banalen Sachen. Getränkeflaschen, Taschentücher, all das, was Touristen in Tschernobyl achtlos wegwerfen. Der Abfall, erzählen sie, wird nach offiziellen Strahlenschutzregeln weiterbehandelt. "Es gibt auch Müll, den wir nicht als solchen betrachten", erzählt der freiwillige Helfer Grigoriy Kulyk und hält eine grüne, verdreckte Flasche hoch. "Diese Flasche zum Beispiel ist historisch. Das meiste hier ist aus der Zeit vor dem Unglück. Diese Dinge lassen wir genau da, wo sie sind." Der Tourismus in Tschernobyl habe sich so weit entwickelt, dass er nicht mehr aufzuhalten sei, sagt Olexiy Breus, ein ehemaliger Einwohner der Atomarbeiterstadt Pripyat. Die Strahlenbelastung ist seit 1986 so weit zurückgegangen, dass sich die Müllsammler und Touristen weitgehend ohne großes Risiko bewegen können. Tschernobyl und Pripyat sind zu einem Mahnmal geworden und zu einer Art Freiluftmuseum. Wie jedes Museum muss auch dieses immer wieder durchgekehrt werden.

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