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Die Wunden an der Seele bleiben

Mati, Griechenland, ein Jahr nach den verheerenden Waldbränden. Kostas Tzomalagias schaut sich das an, was von seinem Haus und seinem Auto übrig geblieben ist. Sein Gang ist schwer, die schweren Brandverletzungen überall sichtbar. Er ging buchstäblich durchs Feuer, um sein Leben zu retten: "Als ich die Tür öffnete, um hinaus zu gehen, sah ich sofort Blasen an meinen Händen. Ich sah eine "Feuerwand" auf der Straße, die zum Strand führt. Überall war Feuer. Ich konnte nicht entkommen, also musste ich durch diese "Mauer aus Feuer". Als ich hindurchkam, fiel ich hin. Da sagte ich mir: 'Steh' auf oder du stirbst.'" Man sieht es Dimitris Filippis erst einmal nicht an, dass die Waldbrände auch sein Leben für immer verändert haben. Er ist eines von 58 Opfern, die überlebt haben. Die Narben an Körper und Seele bleiben. "Ich dachte, ich höre das Geräusch des Feuers, aber es war die Haut meiner Hände, die in der Hitze fast geplatzt ist. Du denkst, dass du jämmerlich sterben wirst. Und dann rennst du nur, um dich selbst zu retten, aber du merkst, dass es kein Entkommen gibt." Wie Kostas Tzomalagias war auch Dimitris Filippis monatelang im Krankenhaus. Beide halten es für ein Wunder, dass sie noch am Leben sind - auch dank der Medizin. Doch heute haben beide das Gefühl, vergessen worden zu sein: "Der Staat lässt uns im Stich. Man hat uns verlassen." Die aufwändigen Behandlungen zahlen die Krankenkassen nicht. Bürger von Mati haben Spenden gesammelt, um Spezialisten zu engagieren. Ein Team aus der Schweiz kam nach Athen, betreut die Brandopfer, kümmert sich auch um deren psychischen Folgen: "Zuerst geht unser Körper in den Überlebensmodus. Du musst überleben. Erst später treten dann die emotionalen Turbulenzen und Ausbrüche auf, wegen der traumatischen Erlebnisse." Auch wenn die körperlichen Wunden langsam verheilen - den Albtraum aus Feuer und nahem Tod werden die Opfer so schnell nicht vergessen.

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