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Ein außergewöhnlicher Jazzclub

SPRECHER: Ein Türke mit einem Jazzclub in Berlin – das ist ziemlich ungewöhnlich. SEDAL SARDAN (Jazzclubbetreiber): Hier sind … Die kulturinteressierten Menschen haben sowieso die Angewohnheit, die Musik leben zu lassen, und deswegen ist die Aufgabe hier um einiges leichter, genau die Situation zu erschaffen, die die Musik auch wirklich verdient hat oder braucht. Und in der Türkei ist das nicht [so]. Und deswegen bin ich froh, dass ich dann diesen Jazzclub nicht in der Türkei, sondern hier habe. SPRECHER: Fast täglich steht im Berliner „A-Trane“ eine andere Band auf der Bühne. Der Club ist für seine intime Atmosphäre bekannt – nur rund 200 Zuschauer haben hier Platz. Sedal Sardans Jazzclub ist eine Institution in der deutschen Hauptstadt. SEDAL SARDAN: Also, das ist natürlich das größte Glück eines jeden Veranstalters, wenn man seinen Ort als voll sieht. Wenn die Gäste kommen und [ich] auch die Freude in ihren Gesichtern sehe, dann macht mich das sehr glücklich. SPRECHER: Seit 1997 betreibt Sedal Sardan den Jazzclub. SEDAL SARDAN: Das ist da, wo ich jetzt auf der Bühne ’ne Ansage mache, und ich weiß, dass ich da sehr nervös war. SPRECHER: Er ist stolz, dass hier auch schon die ganz großen Musiker der Jazzszene aufgetreten sind, zum Beispiel der US-amerikanische Jazzpianist Herbie Hancock. SEDAL SARDAN: Also, so Musiker wie Herbie Hancock oder Marcus Miller, die bei mir aufgetreten sind, das sind einmalige Geschichten. Weil die tun das, um diesen Club zu unterstützen. Das heißt, so ein Support-Gedanke ist [da] gerade in dem Augenblick, weil das … Die waren auch mal unbekannt, jung, und wo haben sie angefangen? Wo haben sie sich entfaltet? Wo sind sie groß geworden? Nämlich in Clubs. SPRECHER: Ein Stammgast im A-Trane ist der deutsche Trompeter Till Brönner. Er hat seine Karriere hier begonnen und ist immer noch mit Sedal Sardan befreundet. Wann immer er kann, kommt er vorbei. TILL BRÖNNER (Jazzmusiker): Jazzclubbesitzer sind was ganz Besonderes. Sie sind eine eigene Spezies. Und vor allem deswegen, weil, wenn sie nicht gut sind, sind sie sofort weg und keiner spricht über sie. Bei Sedal geht das schon weit über 20, 25 Jahre mittlerweile, und wer das von sich behaupten kann, der muss einiges richtig gemacht haben. SPRECHER: Sedal Sardan kam mit 12 Jahren aus der Türkei nach Berlin. Den Jazz lernte er erst später zufällig bei einer Reise in seine Heimat kennen – und lieben. Er ist hier im Berliner Bezirk Charlottenburg verwurzelt, wo viele einflussreiche Kulturschaffende leben. SPRECHER: Im A-Trane sollen sich die Musiker nicht nur auf der Bühne wohlfühlen. Auch vor und nach den Konzerten kümmert sich Sedal Sardan um seine Gäste. Denn er ist nicht nur der Besitzer des A-Trane, er ist auch seine gute Seele.

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