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Ermittler finden DNA in explodiertem Päckchen

Die Ermittler haben aus dem Päkchen, das am Freitag Abend in der französischen Stadt Lyon explodiert war, noch nicht näher identifizierte DNA isoliert. Zudem konnten sie kleinere Mengen des Sprengstoffes TATP sicherstellen, der in der Vergangenheit oft bei islamistischen Anschlägen verwendet wurde. Unterdessen geht die Suche nach dem Tatverdächtigen weiter. Die Polizei hat ein Foto von dem etwa 30 Jahre alten Mann veröffentlicht, der auf einem Fahrrad entkommen war. "Wir wissen, welchen Weg der Verdächtige genommen hat, denn die Überwachungskameras haben aufgezeichnet, wann er am Tatort angekommen ist und wann er ihn verlassen hat. Vielleicht finden wir so eine Spur", sagte Gérard Collomb, der Bürgermeister von Lyon. Hintergrund der Tat bisher unklar Der Täter hatte einen Beutel mit Metallteilen vor einer Bäckerei in einer belebten Einkaufsstraße im Zentrum der Stadt, der Rue Victor Hugo, abgelegt und die Explosion nach ersten Erkenntnissen mit einem Fernzünder ausgelöst. Allerdings ist der Hintergrund der Tat noch unklar. Dem Staatsanwalt Rémy Heitz zufolge, habe noch niemand die Tat für sich reklamiert. Jedoch reiche die Tatsache, dass jemand am helllichten Tag in einer belebten Straße eine solche Tat verübe, für Anti-Terror-Ermittlungen aus. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fall wegen versuchten Mordes im Zusammenhang mit einem terroristischen Hintergrund. Reaktionen nach dem Vorfall In Lyon wurde der Bereich rund um den Tatort wieder freigegeben, die errichtete Sicherheitszone aufgehoben. Bei einigen bleibt trotzdem ein mulmiges Gefühl. "Jeder kann eine Tasche voller Schrauben mit einer Bombe irgendwo hinstellen und keiner bekommt was mit. Das gibt mir ein Gefühl der Machtlosigkeit", sagte eine Lyonerin. Andere versuchen sich wiederum nicht zu sehr von dem Vorfall beeinflussen zu lassen. "Ich glaube, man muss einfach normal weiterleben. Ich bin wie jeden Samstagmorgen auf dem Markt", erklärte eine Rentnerin. Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz verurteilte den Angriff auf Twitter. Bei der Explosion wurden 13 Menschen verletzt. Die meisten konnten das Krankenhaus schon wieder verlassen.
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