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Exlusiv: Interview mit Libyens Regierungschef al-Sarradsch

Libyen erlebt düstere Tage. Das Land, das in den vergangenen acht Jahren kaum Frieden gekannt hat, steht wiederum am Rande eines totalen Bürgerkriegs. Während Anhänger der von den Vereinten Nationen unterstützen libyschen Regierung der Nationalen EInheit gegen Truppen von General Haftar ankämpfen, schwindet jede Hoffnung auf Stabilität. Unsere Korrespondentin Anelise Borges berichtet exklusiv von der Front nahe Tripolis. Wir fahren an die Front von Wadi Rabia. Dort stemmen sich regierungstreue Truppen seit sechs Wochen gegen den Druck von Khalifa Haftar. Zerstörung, wohin das Auge schaut. Während einer kurzen Feuerpause wagen wir uns vor. Anhänger der Einheiten von General Haftar befinden sich in unmittelbarer Nähe. Die Kämpfer auf dieser Seite gehören den regierungstreuen Truppen an. Sie sagen, dass sie bereit sind, so lange wie nötig zu bleiben, um ihre Revolution zu verteidigen und zu verhindern, dass eine neue Militärdiktatur Libyen übernimmt." Der Mann, der den Widerstand anführt ist Fajis al-Sarradsch, Chef der international anerkannten libyschen Regierung, Uns gelang es, ihn zu treffen und zu fragen, wie lange sich seine Truppen einer solch mächtigen Armee entgegenstellen können. Haftars Anhänger, sagt er, seien alles andere als geeint. Fayiz al-Sarradsch: "Wir verteidigen den Traum aller Libyer von der Errichtung eines Zivilstaates. Wir werden unseren Traum, unsere Hauptstadt, unsere Häuser und unser Volk weiter verteidigen, bis dieser Angriff gestoppt ist und alle einfallenden Truppen dorthin zurückehren, wo sie hergekommen sind." Aber wie lange kann Libyen so weitermachen? Und welche Auswirkung hat diese neue Welle der Gewalt auf ein Land, das sich seit fast einem Jahrzehnt nach Freiheit und dauerhaften Frieden sehnt. Fürs Erste gibt es für die Menschen Libyen keine Antwort auf die Frage, was die Zukunft bringen wird.

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