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Gegen den Hunger: Brutale Wilderei mit Stacheldraht

In den südafrikanischen Nationalparks häufen sich Fälle von Wilderei zur Nahrungsbeschaffung. Zum Einsatz kommt dabei oft Stacheldraht, um etwa Antilopen zu fangen. Dieses Vorgehen wird als Tierquälerei eingestuft. Die Behörden führen diesen Anstieg auf die Pandemiebestimmungen zurück, durch die viele Menschen ihre Arbeit verloren haben und wirtschaftlich Not leiden. Um an Fleisch zu kommen, werde deshalb oft ohne Genehmigung gejagt. „Erst vor Kurzem hatte ich eine Auseinandersetzung mit Wilderern. Das waren gefährliche Burschen, sie waren mit Sturmgewehren bewaffnet", berichtet ein Wildhüter. Das unerlaubte Bejagen von Nashörnern hingegen war in Südafrika in der ersten Jahreshälfte rückläufig. Es wurden 166 getötete Tiere festgestellt, zwischen Januar und Juni 2019 waren es noch 316. Im Kruger-Nationalpark gab es in der ersten Jahreshälfte 2020 88 Fälle von Nashorn-Wilderei. Im selben Zeitraum wurden in dem Schutzgebiet 38 mutmaßliche Nashorn-Wilderer festgenommen und 23 Schusswaffen sichergestellt. Nach Einschätzung des südafrikanischen Ministeriums für Umwelt, Forstwirtschaft und Fischfang hat der Rückgang der Nashorn-Wilderei auch mit der Unterbrechung der Lieferketten zu tun, die wiederum mit den Reisebeschränkungen zusammenhängt, die wegen der Coronavirus-Pandemie eingesetzt wurden. Neben rund 20 000 Breitmaulnashörnern gibt es in Südafrika auch etwa 10 000 Elefanten.

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