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Gelbwesten: 19. Protesttag mit weniger Gewalt in Paris

Sacre-Coeur, belagert von Gelbwesten: Dieser Protestsamstag verlief in Paris weitestgehend friedlich. Nach einer Woche, die von Diskussionen über die Ausschreitungen vom vergangenen Samstag und dem daraufhin beschlossenen Einsatz des Militärs geprägt war, demonstrierten laut französischem Innenministerium etwas weniger Menschen in der Hauptstadt: 5000 waren es demnach. Bei vielen ist die Wut auf die Regierung auch nach 19 Wochen Protest noch groß: "Wir haben das Gefühl, dass wir angegriffen werden", so eine Demonstrantin. "Wir haben eine Berechtigung, hier zu sein. Wir wollen protestieren. Wir haben das Recht zu sagen, dass wir nicht zufrieden sind. Wir sind nicht neidisch auf die Reichen, wir wollen einfach leben." Auf den Champs Elysées durfte wegen der Ausschreitungen der vergangenen Woche nicht demonstriert werden . Die Polizei zeigte mit über 60.000 Beamtinnen und Beamten, zahlreichen gepanzerten Einsatzfahrzeugen und Wasserwerfern Präsenz. Der neue Pariser Polizeichef sendete eine klare Botschaft: Alle Versuche, hier trotzdem zu demonstrieren, würden vereitelt. Die Polizei verwarnte laut eigenen Angaben 53 Demonstrierende. Insgesamt wurden in der Hauptstadt laut Polizei 96 Menschen vorübergehend festgenommen. Über 8500 Demonstrierende seien "präventiv" kontrolliert worden. In Nizza waren es 80 vorübergehende Festnahmen. Auch in der Mittelmeerstadt gab es verbotene Zonen. Es kam zu Ausschreitungen, als Demonstrierende versuchten, in diese einzudringen. Eine 72-jährige Frau wurde schwer verletzt. Auch in Bordeaux, Montpellier und anderen Städten gab es Konfrontationen zwischen der Polizei und Anhängerinnen und Anhängern der Gelbwesten. Landesweit protestierten laut Innenministerium über 40.000 Menschen - laut der Bewegung selbst waren es über 100.000.

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