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Gelbwesten in der Kritik: 52% der Franzosen für Ende der Proteste

Am Sonntag haben die Gelbwesten in Paris gefeiert, dass es ihre Protestbewegung jetzt schon seit drei Monaten gibt. Doch gleichzeitig geraten sie immer mehr in die Kritik. Beobachter meinen, die Forderungen seien unklar. So verlangen die Gelbwesten ein sogenanntes RIP "Référendum d'Initiative Populaire", bei dem die Bürger - ähnlich wie in der Schweiz - direkt über Gesetzesvorhaben abstimmen. Doch neben der Wiedereinführung der Reichensteuer gibt es zahlreiche Forderungen, die laut Experten kaum in einem Referendum mit JA oder NEIN beantwortet werden können. 52% der Franzosen wollen Ende der Gelbwesten-Proteste 52 Prozent der Franzosen wünschen sich laut einer Ifop-Umfrage für das Magazin JDD ein Ende der Proteste. In der Umfrage vom Januar hatten nur sich nur 37 Prozent gegen die Gelbwesten-Bewegung geäußert. In vielen Innenstädten sind die Geschäftsinhaber, aber auch die Bewohner genervt von den Protesten, die beispielsweise in Nantes, Bordeaux oder Lyon jeden Samstag Nachmittag das Zentrum lahmlegen. Meist kommt es gegen Ende der Proteste zu Ausschreitungen. Viele Einkäufer meiden die Innenstädte, um nicht zwischen die Fronten - bestehend aus Gelbwesten und Sicherheitskräften - zu geraten. Interne Querelen und Anfeindungen Die Krankenschwester Ingrid Levavasseur, die bei den Europawahlen eine Liste der Gelben Westen anführen wollte, wurde von anderen Gelbwesten angefeindet und musste die Demonstration verlassen. Weiterhin Streit gibt es um die antisemitischen Beleidigungen gegen den Philosophen Alain Finkielkraut am Samstag. Laut Innenminister Christophe Castaner wurde der Hauptverdächtige identifiziert. Schockiert hat viele Franzosen ein Video, das aus dem Inneren des Polizeiautos zeigt, wie Gelbwesten in Lyon die Sicherheitskräfte angreifen . Am Ende der Aufnahme weint die Polizistin, die den Wagen gesteuert hat, nachdem ihr Kollege sie immer wieder aufforderte weiterzufahren.

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