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Hungerstreik im Iran: Zaghari-Ratcliffe will Entlassung erzwingen

Die im Iran inhaftierte iranisch-britische Doppelstaatsbürgerin Nazanin Zaghari-Ratcliffe ist zum zweiten Mal in einen Hungerstreik getreten. Damit will sie ihre sofortige Freilassung erzwingen. Auch ihr in Großbritannien lebender Ehemann kündigte an, die Nahrungsaufnahme bis auf Weiteres zu verweigern. Zaghari-Ratcliffe wurde 2016 im Iran wegen Spionage zu fünf Jahren Haft verurteilt. Die 41-Jährige beteuert ihre Unschuld. „Es ist kein guter Zeitpunkt für einen Hungerstreik", sagt der Ehemann. "In der Golfregion ist alles gerade ziemlich angespannt. Wir machen uns über unsere eigene Lage Sorgen. Wir fürchten, dass wir vergessen werden und es irgendwann so angespannt ist, dass keine Lösung mehr gefunden werden kann." Der britische Außenminister Jeremy Hunt meldete sich schriftlich zu Wort. Er rief den Iran zum Handeln auf. „Tun Sie das Richtige! Zeigen Sie der Welt ihre Menschlickeit und lassen Sie diese unschuldige Frau gehen!", so Hunt. Die iranischen Behörden erkennen die doppelte Staatsbürgerschaft Zaghari-Ratcliffes nicht an. Die Tochter des Ehepaares Zaghari-Ratcliffe lebt bei Verwandten im Iran, die Behörden verweigern dem Kind die Ausreise. Nazanin Zaghari-Ratcliffe war im April 2016 in Teheran festgenommen worden, als sie gemeinsam mit ihrer Tochter ihre Familie besuchte.
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