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Israel erhält 5000 Schriften von Kafka-Freund Brod zurück

Das deutsche Bundeskriminalamt hat Israel das Privatarchiv des Kafka-Herausgebers Max Brod zurückgegeben. Rund 5000 Manuskripte wurden in Berlin an Vertreter der israelischen Nationalbibliothek übergeben. Darunter eine Postkarte von Franz Kafka an seinen Freund, Notizbücher, Briefe und andere Dokumente. "Kafka wäre amüsiert" Die Schriften waren vor rund zehn Jahren in Israel gestohlen, nach Deutschland geschmuggelt und dort beschlagnahmt worden. Stefan Litt, Archivar der israelischen Nationalbibliothek sagte nach der Übergabe in Berlin: “Ich denke, Kafka wäre amüsiert über diese Geschichte, denn er hätte sie selbst wohl kaum besser schreiben können.“ Die Papiere waren vermutlich aus der Wohnung der ehemaligen Sekretärin Max Brods in Tel Aviv entwendet und dann unter anderem dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach zum Kauf angeboten worden. Ein Gericht sprach sie später dem Brod-Nachlass zu, dieser wird in der Nationalbibliothek in Jerusalem aufbewahrt. Neue Erkenntnisse über Kafkas Leben? Forscher wollen die Schriften genau unter die Lupe nehmen – in der Hoffnung auf neue Erkenntnisse über Franz Kafka. Max Brod war sein engster Vertrauter. Ihm haben wir es zu verdanken, dass wir Erzählungen wie „Der Prozess“ oder „Die Verwandlung“ bis heute lesen können. Denn Brod verweigerte Kafkas letzten Wunsch, alle seine Briefe, Tagebücher und Texte zu vernichten. Brod floh 1939 vor den Nazis von Prag nach Palästina. Mit dabei hatte er einen Koffer mit Kafkas schriftlichem Nachlass.

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