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"Mit dem Rücken an die Wand" - COP25 muss in die Verlängerung

Die UN-Klimakonferenz in Madrid geht in die Verlängerung. Das seit zwei Wochen andauernde Treffen sollte eigentlich an diesem Freitag zu Ende gehen. Doch eine Eingung der knapp 200 Staaten und der EU in mehreren zentralen Fragen war am Abend nicht in Sicht. Gerungen wurde noch über alle wichtigen Punkte: Die Abschlusserklärung, Geld für Klimaschäden in ärmeren Ländern und Regeln für den Handel mit Klimaschutz-Gutschriften. Umwelt- und Klimaschützer begleiteten den letzten Tag der COP25 mit Demonstrationen und Protestaktionen. Auch bei der Klimaschutzbewegung Fridays for Future war die Enttäuschung schon vor dem offiziellen Ende groß. Der Gipfel habe nichts anderes erreicht, "als nach Schlupflöchern zu suchen", teilten die jungen Aktivisten in Madrid mit. Mehr als 150 demonstrierten tanzend und singend im Konferenzzentrum, bevor sie sich aus Protest für ein Sit-in auf den Boden setzten. Zweifel am Erfolg der Madrider Konferenz äußerte auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, die an einer "Fridays for Future"-Demonstration im italienischen Turin teilnahm. Politische Entscheidungsträger versuchten immer noch, vor ihrer Verantwortung davonzulaufen. "Wir müssen dafür sorgen, dass sie das nicht tun können. Politiker müssen mit dem Rücken an die Wand gestellt werden, damit sie ihren Job machen und unsere Zukunft schützen", so Thunberg. Grundsätzlich geht es beim Klimagipfel der UN um die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens von 2015. Damals wurde vereinbart, die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad zu begrenzen. Die zugesagten Maßnahmen der Staaten reichen dafür aber bisher bei Weitem nicht aus.
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