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Nordmazedonien und Albanien: Enttäuschung über EU-Nein

"Wir müssen unsere Emotionen beiseite lassen" Enttäuschung in Nordmazedonien und Albanien über das Nein aus der EU. Die Aufnahme von Beitrittsgesprächen ist erst einmal abgeblasen. Der nordmazedonische Präsident Pendarovski will sich am Sonntag mit den im Parlament vertretenen Parteien beraten. In einer Rede sagte er nun: "Der Rat hat unsere berechtigten Erwartungen bedauerlicherweise nicht erfüllt und er hat sich nicht an frühere Aussagen der EU selbst gehalten. Natürlich sind wir im Moment enttäuscht. Aber wir müssen unsere Emotionen beiseite lassen und den neuen Realitäten nüchtern ins Auge schauen." Pendarovski forderte weiter eine Verstärkung der Reformen im Land. Zudem müsse noch mehr gegen die hohe Korruption und die organisierte Kriminalität unternommen werden. Transparency International listete Nordmazedonien im letzte Korruptionsindex auf Platz 93, Albanien auf Rang 99. Derweil warf der frühere Außenminister des Landes, Ljubomir Frčkoski, der EU ein schädliches Verhalten vor. "Eine vernichtende Botschaft" "Dies schickt eine vernichtende Botschaft in diese Region. Man kann die Frage zum Verhältnis zwischen Serbien und dem Kosovo, die Themen Bosnien und noch einmal Kosovo separat nicht mit einem solchen prinzipienlosen Verhalten angehen." Während sich nur Frankreich gegen einen beitritt Nordmazedoniens aussprach, kam bei Albanien auch aus Dänemark und den Niederlanden ein Nein. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte, die Beitrittgespräche könnten nicht fortgesetzt werden, solange die EU bestimmte Reformen umgesetzt habe, etwa was das die komplexen Abstimmungsregeln angeht. EU nicht in der Lage, auf Herausforderungen zu reagieren In ihrer heutigen Form sei die EU nicht in der Lage, auf die aktuellen Herausforderungen zu ragieren. Die Aufnahme zweier Länder, die nach wie vor mit extrem hoher Korruption und Kriminalität kämpfen, sei da nicht zu stemmen. Schon vor Beginn des Gipfels hatte Macron eine Reform des Beitrittsprozesses gefordert, und zwar, bevor neue Mitglieder kommen könnten. So müsse es eine Möglichkeit geben, den Prozess gegebenenfalls unterbrechen zu können, machte Macron deutlich und verwies auf das Beispiel Türkei. Mit Ankara werde weiter über einen Beitritt gesprochen, obwohl niemand davon ausgeht, dass ein Beitritt derzeit erreicht werden könne.

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