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Papst Franziskus betet für den Amazonas

Angesichts der verheerenden Waldbrände im Amazonasgebiet hat sich jetzt auch Papst Franziskus zu Wort gemeldet. Am Sonntag hat er vor Tausenden Gläubigen nach dem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz gesprochen und sagte: "Beten wir, damit die Feuer mit dem Einsatz aller so schnell wie möglich gebändigt werden. Diese Lunge aus Wäldern ist lebensnotwendig für unseren Planeten." Mehr als 79 000 Brände registriert In Brasilien gibt es seit Januar nach Angaben der brasilianischen Weltraumagentur INPE 82 Prozent mehr Feuer als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden mehr als 79 000 Brände registriert. Mittlerweile geht das Militär dagegen vor. Umweltschützer werfen Präsident Jair Bolsonaro vor, Bauern zu immer mehr Abholzung und Brandrodung ermutigt zu haben. 107 Prozent mehr Brände Auch im Nachbarland Bolivien sind zahlreiche Feuer ausgebrochen. In dem Andenland waren es 107 Prozent mehr Brände als im Jahr zuvor. Boliviens Präsident Evo Morales hat angekündigt, internationale Hilfe zur Bekämpfung der Waldbrände in der Region Chiquitos anzunehmen. Zunächst hatte er diese zurückgewiesen. Fast eine Million Hektar an Wald haben die Feuer das Land bereits gekostet. Armando Pinto hilft bei den Löscharbeiten: "Ich bin freiwillig hier, um die Feuer zu löschen, aber sie breiten sich immer schneller aus." Das bestätigt auch Sabrina Cuellar: "Es breitet sich immer weiter aus. Wir brauchen mehr Kräfte, die uns beim Löschen helfen. Wir sind nicht genug." Die größte Artenvielfalt aller tropischen Wälder Der Amazonasregenwald verfügt über die größte Artenvielfalt aller tropischen Wälder. Eine von zehn bekannten Arten lebt hier. Außerdem gibt es eine große Anzahl von Arten, die Wissenschaftlern noch unbekannt sind. Elugio Cesare, der zu der indigenen Gruppe der Chiquitanos gehört, erzählt: "Wir sind traurig zu sehen, was alles verloren gegangen ist. Sogar die Wildtiere haben gebrannt. Da bleibt nichts mehr." Auch Peru und Paraguay sind betroffen Auch in Peru und Paraguay wüten zahlreiche Brände, wie auf Satellitenbildern der US-Raumfahrtbehörde Nasa zu sehen ist. Waldbrände kommen in der Region während der Trockenzeit von Juli bis Oktober immer wieder vor. Meist werden sie laut einem Bericht des Instituts für Umweltstudien im Amazonasgebiet (IPAM) von Farmern gelegt, um neue Weideflächen zu schaffen. Insgesamt ist die Zahl der Brände in der Region von Jahr zu Jahr großen Schwankungen unterworfen. Im gesamten Amazonasbecken, das 7,4 Millionen Quadratkilometer und eine ganze Reihe von Ländern umfasst, liegt die Zahl der Brände nach Angaben der Nasa bislang noch leicht unter dem Durchschnitt der vergangenen 15 Jahre.
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