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Protest gegen türkische Erdgas-Erkundungen vor Zypern

Der Streit um die türkischen Erdgas-Erkundungen rund um Zypern spitzt sich weiter zu. Zypern und Griechenland fordern eine klare Verurteilung der Aktionen Ankaras seitens der Europäischen Union. Dazu der griechische Außenminister Giorgos Katrougalos: "So wie die Grenzen eines jeden Mitgliedstaates Grenzen der Europäischen Union sind, ist auch die Wirtschaftszone Zypern ein Teil dieser Union. Wir haben konkrete Maßnahmen gefordert, um diese illegalen Aktivitäten der Türkei zu stoppen." Der zyprische Präsident Nikos Anastasiades verlangte bei einem EU-Ministertreffen in Luxemburg, die Beziehungen der EU zur Türkei weiter einzuschränken. "Zum ersten Mal werden wir konkrete Maßnahmen ergreifen müssen, wenn die Türkei diese illegalen Provokationen fortsetzt. Daher muss ich sagen, dass ich das als eine sehr gute Botschaft an die Türkei betrachte". Die EU-Kommission prüft, wie unverzüglich mit konkreten Maßnahmen auf die jüngsten Entwicklungen reagiert werden kann. Ankara weist die Vorwürfe zurück, solange der Konflikt um die Insel nicht gelöst ist. "Die Türkei muss verstehen, dass sie mit der Fortsetzung der Provokation nichts gewinnen kann. Sie verliert damit wichtiges diplomatisches Kapital und wird innerhalb der Europäischen Gemeinschaft immer mehr isoliert. Ich hoffe also, dass Ankara diese Botschaft versteht und sich zurückhält." Der türkische Energieminister Fatih Dönmez hat mitgeteilt, dass ein Bohrschiff bereits bis zu einer Tiefe von 3000 Meter unter dem Meeresboden westlich von Zypern gebohrt hat. Die Bohrungen finden im Meer rund 60 Kilometer westlich der Insel statt, in einem Gebiet, das zur "Ausschließlichen Wirtschaftszone" Zyperns gehört. "Die griechische Seite hat keine Angst vor einer möglichen Konfrontation in der Ägäis. Wie der Außenminister gesagt hat, ist Athen darauf vorbereitet und unternimmt alle notwendigen diplomatischen Schritte, um alle davon zu überzeugen, dass niemand davon profitieren wird".

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